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Winkelmesssystem für Torquemotor-Achsen sorgt in Rundtischen für hohe Regelgüte

17.09.2007
Die Schaeffler-Gruppe Industrie stellt ein neu entwickeltes Messsystem für Torquemotor-Achsen in Rundtischen vor, das selbst bei hohen Messdrehzahlen eine exzellente Regelgüte ermöglicht. Das Messsystem YRT Speed M ist abgestimmt auf die Lagerbaureihe YRT Speed mit Bohrungsdurchmessern von 200 bis 460 mm.

Je nach Lagergröße liegen die Grenzdrehzahlen für Lager und Messsystem zwischen 560 und 1160 min–1. Damit soll die Funktionseinheit Lager/Messsystem optimal auf die Anforderungen von Torquemotor-Achsen abgestimmt werden können.

Winkelmesssysteme erfüllen Anforderungen für Rundtische bisher nur unzureichend

Für die hohen Drehzahlanforderungen innovativer Rundtischkonzepte für Werkzeugmaschinen stehen heute leistungsfähige Torquemotoren sowie die entsprechende Lagerungstechnik zur Verfügung. Winkelmesssysteme jedoch, die für die präzise Positionsermittlung benötigt werden und zur Regelung des Antriebs dienen, kommen den wachsenden Anforderungen heutiger Werkzeugmaschinen bisher nur unzureichend nach.

Während hochauflösende optische Winkelmesssysteme in ihrer Grenzdrehzahl auf etwa 300 min–1 begrenzt sind, erreichen viele Messsysteme mit geringerer Auflösung zwar die erforderlichen Drehzahlen, führen jedoch zu einer schlechteren Regelgüte und damit auch zu schlechteren Bearbeitungsergebnissen.

Neues Winkelmesssystem bringt hohe Messzahl und gute Regelgüte

Mit dem neuen INA-Messsystem sollen beide Anforderungen – hohe Messdrehzahl und gute Regelgüte – in einem einzigen Messsystem zuverlässig erreicht werden. Im Vergleich zu hochauflösenden optischen Winkelmesssystemen, die möglichst viele Positionsinformationen zur Regelung des Antriebs zur Verfügung stellen, reduziert das neue Verfahren die Anzahl der Teilungsstriche der Maßverkörperung zugunsten der hohen Drehzahl, liefert aber im Vergleich zu optischen Systemen qualitativ hochwertigere und hochinterpolierbare Sinussignale, so das Unternehmen.

Aus diesen analogen Messsignalen können laut Hersteller je nach Anforderung nahezu beliebig viele digitalisierte Positionsinformationen gewonnen werden. Entscheidend trage dazu das magnetische Messprinzip bei, das im Vergleich zu optischen Systemen geringere Abweichungen der Ausgangssignale von der idealen Sinusform erreicht und zudem verschmutzungsunempfindlich ist.

Die Winkelmessung erfolgt durch die Integration in die Lagerung auf einem vergleichsweise deutlich größeren Durchmesser, was man mit der Wirkung einer Lupe vergleichen könnte. Entscheidend für die Regelgüte des Systems ist laut Schaeffler die absolut schwingfeste Ankopplung des Messsystems, die durch Integration der Maßverkörperung in das direkt mit der Rundtisch-Planscheibe verbundene Lagerbauteil erreicht wird.

Reinhold Schäfer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/messundprueftechnik/fertigungsmesstechnik/articles/93150/

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