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Schleifmaschine wechselt Nockenwellen 50% schneller

06.09.2007
Die Studer Schaudt GmbH präsentiert auf der Messe EMO nach eigener Einschätzung eine echte Innovation: Die Nockenwellenschleifmaschine Camgrind S mit integriertem Lader ist kompakt und vielseitig. Sie schleift Nockenwellen bis zu einer Länge von 650 mm und kann jals Einzelmaschine oder mit anderen Maschinen durch Ladesysteme gekoppelt als Fertigungszelle eingesetzt werden.

Die Camgrind S entstand auf Basis einer gemeinsam mit dem Schweizer Rundschleifmaschinen-Spezialisten Studer in Thun entwickelten Maschinenplattform und ist mit der patentierten Schaudt-Einschwenkspindel ausgerüstet, wird erläutert. Somit sei sie auch für die Bearbeitung konkaver Nockenwellenformen hervorragend geeignet.

Schleifmaschine kann komplexe Oberflächenkonturen einfach erzeugen

Aufgrund des Programmiersystems Wop-S lassen sich Oberflächenkonturen wie Polygone, Ellipsen und freie Profile einfach und schnell erzeugen, so das Unternehmen. Durch ihre kompakte Bauweise verfügt die kleinste Nockenwellenschleifmaschine von Schaudt trotz ihrer maximalen Schleiflänge von 650 mm über nur sehr geringe Aufstellmaße: Inklusive Schaltschrank und Peripherie benötigt sie lediglich eine Stellfläche von 3000 mm × 3351 mm, wird hervorgehoben. Die Maschine ist für die Schmierung mit Emulsion oder Öl und den Einsatz von CBN-Schleifscheiben mit einem maximalen Durchmesser von 480 mm ausgelegt.

Auch der integrierte Lader der Camgrind S – Schaudt entwickelte ihn in Kooperation mit ADS-Tec – trägt zu einer Reduzierung der Nebenzeiten bei. Seine Vorteile konkretisiert der Hersteller: Statt bisher 8 s dauert ein Werkstückwechsel nur noch 4 s – eine Verbesserung um 50%. Da der Lader kein Portal benötigt, verringert sich die Stellfläche, heißt es weiter.

Lader der Schleifmaschine günstiger als bei anderen Systemen

Im Maschinenraum gibt es keine störanfälligen Kabel, Sensorik oder Energiezuführungen. So werde die technische Maschinenverfügbarkeit gesteigert. Die Werkstückbereitstellung wird über kompakte Korb-Umstapelzellen mit automatischer Korbzuführung oder Taktbändern erleichtert. Der Lader ist deutlich preisgünstiger als vergleichbare Systeme, so das Unternehmen.

Bei der Entwicklung der Camgrind S stand außer der flexiblen Maschinenkonfiguration ebenfalls die Senkung der Total Cost of Ownership im Vordergrund: Zusätzlich zur hohen Instandhaltungsfreundlichkeit und einer sehr guten technischen Verfügbarkeit trägt auch die deutliche Verringerung der Stellfläche zur nachhaltigen Kostensenkung bei.

Das Maschinenbett der Camgrind S aus Mineralguss hat optimale Dämpfungseigenschaften, so der Hersteller, und gewährleistet höchste Temperaturstabilität. Die optional erhältliche hydrostatische Führung der X-Achse in Verbindung mit den digitalen Antrieben ermöglicht eine hochpräzise Positionierung der Werkzeugspindel bei gleichzeitig höchster Lebensdauer. Die Camgrind S gewährleistet damit hochgenaue Schleifergebnisse, verspricht das Unternehmen. Für die Camgrind S erhielt Studer Schaudt den Innovationspreis Industrie der Initiative Mittelstand.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanendefertigung/maschinen/articles/92195/

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