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Maß der Dinge für das Mikrozerspanen

06.09.2007
Der Trend zur Miniaturisierung technischer Produkte entwickelt sich in zunehmendem Maße zu einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Um Ultrapräzisionsfertigung zu ermöglichen, werden hochwertige und hochspezialisierte Mikrobearbeitungsmaschinen für die Bewältigung der Fertigungsaufgaben benötigt, die in ihren Fähigkeiten schnell und einfach bewertbar sind.

Hieraus leitet sich ein hoher Bedarf nach einem standardisierten Prüfwerkstück zur Fünfachsen-Simultanbearbeitung für den Mikrobereich ab. Diese Lücke soll die Entwicklung des Mikroprüfwerkstückes der NC Gesellschaft schließen.

Typische Werte für Werkzeugmaschinen

Das Mikroprüfwerkstück sollte so ausgelegt werden, dass es möglichst viele Aussagen liefert, wie sie auch für die typische Maschinenabnahme benötigt werden. Dies sind Geradheitsabweichung, Winkelabweichung (Rollen, Stampfen und Gieren), Positioniergenauigkeit, Winkligkeit der Linearachsen und dynamische Abweichungen (Rundheitsabweichungen).

Damit durch Abweichungen in der Geometrie des Prüfwerkstückes Rückschlüsse auf oben genannte Maschineneigenschaften gezogen werden können, muss dieses über eine geeignete Auswahl an Geometrieprofilen verfügen. Verschiedene Geometrien ermöglichen es, über die verwendete Prozesskette qualitative Aussagen bezüglich der Fertigungsgenauigkeit und der Dynamik des Fertigungsprozesses zu treffen.

Standard soll etabliert werden

Die NC Gesellschaft hat das Ziel, in Zusammenarbeit mit der Carl Zeiss Industrielle Messtechnik GmbH und dem WBK Institut für Produktionstechnik der Universität Karlsruhe einen Standard für ein Prüfwerkstück zur Fünfachsen-Simultanbearbeitung für den Mikrobereich zu entwickeln und zu etablieren. Hierfür wurde ein Vorentwurf eines Prüfwerkstückes entwickelt, welches geeignete Geometriemerkmale zur Validierung der Fähigkeiten einer Mikrofräsmaschine aufweist.

Aufgrund der besonderen Anforderungen, wie sie im Mikrobereich bestehen, liegt das Hauptaugenmerk auf der Entwicklungsarbeit auf der ganzheitlichen Betrachtung der Mikrofertigungskette mit der Minimierung der Fehlereinflüsse und der Beachtung der Messbarkeit. In den folgenden Schritten ist die weitere Ausarbeitung und Optimierung in enger Absprache mit den Herstellern von Ultrapräzisions-Mikrofräsmaschinen angedacht, um die Praxistauglichkeit des zukünftigen Prüfwerkstückes zu gewährleisten.

Frank Fladerer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanendefertigung/maschinen/articles/92099/

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