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Forschung für die neue Generation von Flugtriebwerken

02.08.2007
MTU Aero Engines und RWTH gründen ein Kompetenzzentrum

Eine langfristige Zusammenarbeit vereinbarten jetzt der größte deutsche Hersteller von Flugtriebwerken, die MTU Aero Engines aus München, und die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen. Rektor Univ.-Prof. Dr. Burkhard Rauhut und Vorstand Dr. Rainer Martens unterzeichneten einen Vertrag zur Gründung des Kompetenzzentrums "Verdichter für Flugtriebwerke". Im Rahmen dieser strategischen Partnerschaft erfolgen in Zukunft kontinuierlich Forschung und Entwicklung für die Auslegung, Gestaltung und Fertigung der nächsten Generation von Triebwerken.

"Die ausgeprägte Innovationskraft der RWTH Aachen, ihre kompetente Lehre und hervorragende Ausstattung waren für uns die maßgeblichen Gründe zur Einrichtung eines solchen Kompetenzzentrums", erläuterte MTU-Vorstand Dr. Martens anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Aachen. Bereits seit Jahren bestehen auf der Grundlage zahlreicher Forschungsprojekte enge Kontakte des Unternehmens mit dem Lehrstuhl für Technologie der Fertigungsverfahren im Werkzeugmaschinenlabor (WZL) sowie dem Institut für Strahltriebwerke und Turboarbeitsmaschinen (IST). Mit dem Vertrag wird diese vertrauensvolle Zusammenarbeit nunmehr weiter ausgebaut. Erklärte Ziele des Kompetenzzentrums sind neben Forschung und Entwicklung

· die Steigerung der internationalen Konkurrenzfähigkeit der Partner,
· eine erweiterte Nutzung der Innovationspotentiale der Hochschule,
· die Erhöhung der Praxisnähe in der Hochschulforschung,
· die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit,
· die Ausbildung von wissenschaftlichen Nachwuchskräften sowie
· die Unterstützung von universitärer Lehre an der RWTH und die wissenschaftliche Weiterbildung bei der MTU.
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»Flugtriebwerke »MTU »RWTH

Rektor Rauhut begrüßte die Einrichtung des Kompetenzzentrums als einen weiteren wichtigen Baustein in der Verzahnung zwischen Hochschule und Industrie. "Die RWTH baut damit ihre führende Stellung in der Bundesrepublik weiter aus", resümierte Rauhut.

Vor dem Hintergrund eines starken Anstiegs des zivilen Luftverkehrs sehen die Kooperationspartner erheblichen Entwicklungsbedarf bei der Gestaltung effizienter Triebwerke. Mittels integraler Bauweise sollen Sicherheit, Wirkungsgrad, Gewicht, Verbrauch, Abgas- und Schallemissionen, Herstellungs- und Wartungskosten der Antriebe weiter verbessert werden. Nach Einschätzung von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Fritz Klocke, der neben dem RWTH-Lehrstuhl auch das Aachener Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik (IPT) leitet, liegen noch erhebliche Potentiale im Werkstoffbereich - etwa durch die Verbindung völlig neuer Legierungen für Triebwerksschaufeln -, aber auch bei der Auslegung und Gestaltung der Antriebsteile sowie im Herstellungsprozess selbst. "Zur Sicherstellung einer wirtschaftlichen Fertigung sind neue Prozessketten, Fertigungsverfahren und Maschinentechnologien erforderlich", so Klocke. Dabei spielt die Prozesssimulation eine zunehmend wichtige Rolle. Auch in diesem Zusammenhang kann das Kompetenzzentrum auf die Expertise des RWTH-Exzellenzclusters "Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer" anknüpfen.

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.rwth-aachen.de

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