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Fassentleerung mit System bei hochviskosen Medien

20.05.2007
Außergewöhnliche Güter fordern außergewöhnliche Fördersysteme.

Nach dieser Devise wurde bei Flux das System Viscoflex zur Fassentleerung bei hochviskosen Medien konzipiert. Herzstück ist eine Exzenterschneckenpumpe, die so in den Systemaufbau integriert ist, dass sie fest mit dem Fass verbunden wird. Jedoch braucht die Pumpe bei diesen kaum oder nicht mehr fließenden Medien Unterstützung. Diese Hilfe kommt von einer Edelstahlplatte, die im Fass auf dem Medium liegt und sich beim Entleeren nach unten bewegt.

Viele Fördergüter sind tatsächlich so zäh, dass sie kein eigenes Fließverhalten mehr haben. Beispiele dafür sind Cremes, Gele, Pasten, Silikone und Farben, aber auch Fett der Klasse 2,5 bis 3. Die Aufzählung zeigt laut Flux deutlich, dass es zahlreiche Branchen gibt, die für diese Aufgaben eine zuverlässige Förderung benötigen. Das Fass-Entleerungssystem fördere selbst extrem träge Substanzen aus üblichen 200-l-Fässern. Es sorge für eine äußerst restarme Entleerung. Sie sei unabhängig von der Wandkontur des Fasses – egal, ob es sich bei dem Behälter um ein Glattwand- oder um ein Fass mit Sicken handelt.

Das Entleersystem lässt sich mit wenigen Handgriffen fest mit dem Fass verbinden. So kann der Systemmantel einfach auf das Fass aufgesetzt und mit einem Spannring befestigt werden. Der Führungszylinder mit der Folgeplatte aus Edelstahl sorgt für Stabilität beim Entleeren. Eine Clampverbindung sorgt dabei für eine feste Verbindung zwischen dem Zylinder und der Exzenterschneckenpumpe – inklusive Gleitringdichtung. Auch die Pumpe besteht aus Edelstahl. Je nach Förderbedingung kann sie von einem Drehstrom- oder Druckluftmotor angetrieben werden. Bei Pumpenteilen mit Medienkontakt kommt außer Edelstahl auch der Kunststoff PTFE zur Anwendung: zum Beispiel bei der Gleitringdichtung und den O-Ringen.

Zu Beginn der Fassentleerung wird die mit Rastbolzen gesicherte Edelstahlplatte freigegeben. Ein Pneumatikzylinder bewegt die Platte nach unten, bis sie auf dem Fördermedium aufsetzt. Dann wird die Pumpe gestartet, das Fördern beginnt. Weil Dichtlippen den Spalt zwischen der kreisrunden Platte und der Fasswand verschließen, erfolgt laut Flux eine saubere Entleerung. Die an der Fasswand anliegende Dichtung lasse nichts hängen. Das bei der Förderung entstehende Vakuum zieht die Platte nach unten. Auf diese Weise wird das Fördergut nach unten gedrückt. Ist der Entleervorgang beendet, wird ein Ventil geöffnet und das Fass entlüftet. Zum Schluss bringen zwei Druckluftzylinder die Exzenterschneckenpumpe wieder in die Ausgangsposition zurück.

Bei üblichen Betriebsbedingungen und Fördermedien erreicht das System einen Förderstrom bis zu 20 l/min. Dann dauert der Entleervorgang laut Flux nicht länger als 10 min. Rechne man einige Minuten dazu, die am Anfang für das Abschöpfen benötigt würden, erhalte man eine verlässliche Planzeit für den Gesamtvorgang, so der Pumpenhersteller . Am Ende der Entleerung verbleibt ein kleiner Förderrest von etwa 1 kg am Fassboden, der laut Flux manuell leicht geschöpft werden kann.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de

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