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IFR-Award für Kollisionsvermeidungssoftware

02.11.2006
Peking/Augsburg (rk) – Die Kuka Roboter GmbH wurde gemeinsam mit dem Institut für Prozessrechentechnik, Automation und Robotik (IPR) der Universität Karlsruhe und der Gesellschaft für fortschrittliche Robotertechnologie (GFRT) mit dem „Invention and Entrepreneurship Award in Robotics and Automation“ ausgezeichnet.

Der Preis wurde für die innovative Kollisionsvermeidungssoftware CAFIR vergeben. Die weltgrößte Ingenieursvereinigung IEEE (Institut of Electrical and Electronics Engineers) und die International Federation of Robotics (IFR) haben diesen Award erst zum zweiten Mal vergeben. Er dient der Auszeichnung besonderer Innovationen im Bereich der Robotik.

Industrieroboter sind heutzutage Alleskönner, die innerhalb produzierender Betriebe unterschiedliche Aufgaben übernehmen können. Sie arbeiten mit teuren Werkzeugen an wertvollen Produkten und bilden dabei häufig ein Team mit andern Robotern. Immer kürzere Produktlebenszyklen erfordern ein immer schnelleres Umprogrammieren der Roboter und den vermehrten Einsatz von Sensorik, wobei immer weniger Zeit zum ausgiebigen Testen der Programme bleibt. Zusammenstöße zwischen Robotern, Werkzeugen und anderen Zellkomponenten bleiben daher leider nicht aus und können zu Produktionsausfällen und Schäden an der Ausrüstung führen.

Solche Kollisionen zu vermeiden hat sich die Kuka Robot Group gemeinsam mit ihren Partnern IPR und GFRT zum Ziel gesetzt. Das Ergebnis der intensiven Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung heißt CAFIR und steht für Collision Avoidance for Industrial Robots, zu Deutsch Kollisionsvermeidung für Industrieroboter.

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Zusammenstöße des Roboters mit der Umwelt werden mit dieser Software vermieden, indem in Echtzeit ein realistisches und damit sehr komplexes Modell der Zelle auf den involvierten Robotersteuerungen mitgerechnet wird. Ist aufgrund der bekannten und geschätzten Bewegungen der Roboter zu erwarten, dass diese ohne weiteren Eingriff kollidieren würden, werden sie sicher abgebremst. Vergessene Verriegelungen oder fehlerhafte Bewegungen der Roboter, die zum Beispiel beim Handverfahren oder aber im sensorgestützten Betrieb auftreten können, verursachen nun keine Kollisionen mehr.

Die Preisverleihung an Kuka und ihre Partner erfolgte im Rahmen der internationalen Robotikkonferenz IROS (International Conference on Intelligent Robots and Systems), die dieses Jahr in Peking stattfand. Der Augsburger Roboterhersteller sieht in diesem Preis eine Bestätigung ihrer Technologieführerschaft und den Beweis dafür, dass der eingeschlagene Weg der engen Forschungs- und Entwicklungskooperation mit Robotikinstituten der richtige ist.

Udo Schnell | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de
http://www.kuka.com

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