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Gesteigerte Leistungsfähigkeit bei elektrischen Spritzgießmaschinen

27.10.2006
Auf der Fakuma hat Ferromatik Milacron die Leistungsfähigkeit elektrischer Spritzgießmaschinen demonstriert – insbesondere auf einer 3000-kN-Maschine mit einem 32-fach-Heißkanal-Werkzeug und Schussgewicht von knapp 55 g.

Spritzgegossen wurden Verschlusskappen von Inhalationsgeräten für die Medizintechnik. Auf den ersten Blick fiel dabei der enorme Werkzeugeinbauraum der Maschine auf: Mit einem Holmabstand von 750 x 750 mm steht die Maschine in ihrem Segment laut Marc Tesche an der Spitze. „Wir haben eine starke Nachfrage aus dem Markt nach Maschinen in dieser Leistungsklasse mit Platz für große Mehrfachkavitäten-Werkzeuge“, berichtet der für die Maschinenreihe Elektra Evolution verantwortliche Produktmanager.

Die 3000-kN-Maschine kann optional mit drei Spritzeinheiten der Größen 630, 970 und 1540 ausgestattet werden, was Spritzteilgewichte von 229 bis 980 g bedeutet. Wie bei den kleineren Maschinen der elektrischen Baureihe soll in Kürze auch für die größte Ausführung die ganze Optionspalette von Ferromatik Milacron zur Verfügung stehen: also komplett vorkonfigurierte Mehrkomponenten- und Monosandwich-Ausführungen. Das bewährte Hydraulik-Paket, das beispielsweise die Verwendung von Werkzeugen mit hydraulischen Kernzügen ermöglicht, sei sofort lieferbar.

Auf der Messe machte Ferromatik Milacron den Anspruch der Marktführerschaft bei elektrischen Maschinen in Europa zahlenmäßig deutlich. Gezeigt wurden insgesamt fünf elektrische Maschinen zum Mikro- und Präzisionsspritzgießen, für die Mehrkomponenten- und Gasinjektionstechnik sowie für Verpackungsteile – in sieben Baugrößen mit 300 bis 3.000 kN Schließkraft. Eine weitere Baugröße befindet laut Maschinen sich bereits in Vorbereitung, um die Lücke zwischen 1800 und 3000 kN zu schließen.

Erhöhte Leistungsfähigkeit ist insbesonder bei Werkzeugen für anspruchsvolle technische Teile gefragt. Aufgrund der erforderlichen Werkzeugkonzepte sind diese Werkzeuge laut Tesche oft sehr voluminös. Häufig sei bei solchen Werkzeugen daher weniger die Schließkraft entscheidend, sondern vielmehr der Werkzeugeinbauraum – mit allen negativen wirtschaftlichen Folgen überdimensionierter Spritzgießmaschinen. Mit der elektrischen Maschine Elektra Evolution 110 L zeigte Ferromatik Milacron, dass es auch anders geht: „L“ – wie Large – steht bei der 1100-kN-Maschine für eine Werkzeugschließeinheit, bei der die Holme (um 200 mm) und der Holmabstand verlängert wurden, so dass sie die Aufspannmaße einer Maschine mit 1550 kN Schließkraft erreicht.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de
http://www.ferromatik.com

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