Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Startschuss für rotierende Türme in Dubai und Moskau

15.07.2008
Das Wohnzimmer im 60. bis 80. Stockwerk zum Sonnenuntergang einfach nach Westen drehen: Diesen Traum erfüllt schon bald der italienische Stararchitekt Dr. David Fisher mit seinem Konzept der rotierenden Wohntürme, bei denen sich jede Etage einzeln um eine zentrale Achse dreht. Dafür liefert Bosch Rexroth die Antriebs- und Steuerungstechnik, wie das Unternehmen mitteilt.

Bis 2010 wird Fischer in Dubai und bis 2011 in Moskau die weltweit ersten beweglichen Hochhäuser errichten. Für die Automatisierung des Prototyps und der Gebäude entwickelt Rexroth die Antriebs- und Steuerungslösung für den Drehmechanismus der etwa 1000 m2 großen Etagen. Die „dynamische Architektur“ bringt erstmals Bewegung in statische Gebäude. Für die Entwicklung der Antriebs- und Steuerungslösung hat Fischer den Automatisierungsspezialisten Rexroth als exklusiven Systempartner gewonnen. Rexroth automatisiert seit mehreren Jahrzehnten weltweit einmalige Großprojekte: von Taifun-sicheren Fähranlegern über Schiffshebewerke bis hin zu Vergnügungsparks.

Antriebe und Steuerung für Prototyp mit zwei drehenden Etagen

In einem ersten Schritt projektiert und liefert Rexroth die elektrischen Antriebe und die Steuerung für den lebensgroßen Prototyp mit zwei drehenden Etagen, der Mitte 2009 ausführlich in Italien getestet wird. Für den Bau dieser rotierenden Türme verbindet der italienische Architekt die industriell vorgefertigten Etagen mit dem zentralen runden Kern des Gebäudes. Wie in einem Kugellager bewegen pro Etage bis zu 20 Rexroth-Hochleistungsantriebe die gesamt rund 500 t schweren und etwa 1000 m2 großen Stockwerke um diese zentrale Achse.

... mehr zu:
»Dubai »Turm

Die speziell auf diese Anwendung optimierte Steuerung synchronisiert die Antriebe auf wenige Millimeter genau. Bei normaler Fahrt mit 2° pro Minute drehen sich die Etagen innerhalb von 180 min einmal um die eigene Achse. Besonders Eilige können diese Zeit durch eine Höchstgeschwindigkeit von 4° pro Minute halbieren.

Abkehr von der konventionellen Bauweise

Die rotierenden Türme von Fisher sehen eine gemischte Nutzung vor. Die ersten 20 Stockwerke des Turms in Dubai nehmen beispielsweise Büros auf, danach folgen 15 Stockwerke eines Sechs-Sterne-Hotels sowie 35 Etagen mit Luxusappartements. Bis zu dieser Höhe steuert die zentrale Hausverwaltung die Rotation der einzelnen Etagen.

Die obersten zehn Etagen bilden jeweils eine einzige abgeschlossene Wohneinheit. Dort dreht jeder Eigentümer über Joystick oder per Sprachbefehl seine „Villa“ individuell nach der Sonne oder dem Ausblick aus.

David Fisher will mit dem Konzept der „dynamischen Architektur“ die traditionelle, auf fester Statik beruhende Bauweise verändern. Die asymmetrische Form der sich bewegenden Etagen verändert ständig das Erscheinungsbild der Türme und erweitert die dreidimensionale konventionelle Architektur durch die Dimension Zeit.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1610&pk=136759

Weitere Berichte zu: Dubai Turm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Assistenzsysteme für die Blechumformung
28.07.2017 | Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie