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Anwendungsoptimierte Schweißanlagen reduzieren die Investitionskosten

03.06.2008
Nicht für jede Aufgabe sind komplexe Fügesysteme erforderlich. Gerade die Automobilindustrie fordert kostenoptimierte Lösungen. Mit einer abgestimmten Funktionalität für Stromquelle und Schweißprozess-Steuerung soll der Investitionsaufwand verringert werden.

Der Trend in der Automobilindustrie zur Kostenoptimierung erfordert zunehmend neue konstruktive Lösungen für Verfahrenstechniken. Im Zuge der Prozess-optimierungen finden sich auch kostenoptimierte Lösungen der Schweißtechnik wieder, denn die Verwendung komplexer Fügesysteme passt nicht immer zur Aufgabe. Es geht um möglichst einfache Lösungen, das heißt, es geht darum die eingesetzten Gerätschaften möglichst schlank zu halten.

Bisher folgten Roboter-Schweißsysteme im Automobilbau wie in der Zulieferindustrie immer dem Prinzip „nach oben offen“ – entsprechend hoch waren Leistungsreserven und Ausbaumöglichkeiten. Damit einher ging ein hoher Investitionsaufwand.

SKS Welding Systems geht mit neuen Systemkomponenten den umgekehrten Weg: Herz und Gehirn – Stromquelle und Steuerung – von Roboter-Fügesystemen sind auf die neuen Herausforderungen abgestimmt. Mit dem Vorteil für den Anwender, Investitionskosten zu sparen, kommen nicht unerhebliche Zeiteinsparungen hinzu hinsichtlich der Verringerung der Bedienfehler durch das Personal im laufenden Betrieb, weil der Funktionsumfang kostenbewusst reduziert wurde.

Schweißgerät als Leichtgewicht

Die Stromquelle LSQ3 bietet mit einem Schweißstrom von 340 A bei 40°C und 60% Einschaltdauer (ED) für Fügeaufgaben an Karosserieblechen oder Abgasanlagen genügend Leistungsreserven, insbesondere mit den auf dünne Bleche abgestimmten Kennlinien. Bei 100% ED leistet die Stromquelle immer noch 280 A, die mittels DCT-Technik dem Prozess sehr schnell zur Verfügung stehen.

Hervorgegangen aus dem Spitzenmodell LSQ5, ist das Tochtermodell mit 37 kg ein ausgesprochenes Leichtgewicht. Zudem beherrscht es die klassischen MIG/MAG-Schweißprozesse sowie deren gepulste Varianten für höhere Schweißqualität an Stahl, CrNi-Stahl, Aluminium und Bronze. Für alle diese Fügeaufgaben erhält die Stromquelle ihre Befehle von der Schweißprozess-Steuerung Q6p, der kostenbewusst verschlankten Variante des SKS-Top-Modells Q8p.

Synchroweld wird unterstützt

Dazu berechnet die digitale Steuerung die idealen Stromquellen-Kennlinien, verwaltet und kontrolliert bis zu 186 Schweißprogramme. Zudem unterstützt sie das von SKS zusammen mit Motoman Robotec speziell für das Fügen mit dem Roboter entwickelte Schweißverfahren Synchroweld. Es verbindet die Schweißanlage und den Roboter zu einer prozesstechnischen Einheit.

Dies wird möglich, weil der Schweißmaschine durch Synchroweld zum ersten Mal die tatsächliche Schweißgeschwindigkeit, also die TCP-Geschwindigkeit des Roboters und seiner externen Achsen, bekannt ist. Die Geschwindigkeitsinforma-tion wird direkt in der Schweiß-maschinensteuerung verarbeitet.

Bestandteil der Schweißprozess-Steuerung ist die Software Q8TOOL4 für die Diagnose und Verwaltung der Schweißdaten zur Qualitätskontrolle. Überspielt werden die Daten per RS232- oder USB-Schnittstelle mit einem Notebook oder Standard-PC. Neben einer Datensicherung können die Schweißparameter auch auf eine weitere Steuerung übertragen werden, so dass ein erheblicher Zeitvorteil beim Einrichten mehrerer Systeme besteht.

Markus Klein ist Geschäftsführer der SKS Welding Systems GmbH, 66849 Landstuhl, Tel. (0 63 71) 92 67-0, Fax (0 63 71) 92 67-19, info@sks-welding.de

Markus Klein | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/verbindungstechnik/articles/123295/

Weitere Berichte zu: Roboter Schweißprozess-Steuerung Stromquelle

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