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Mobiles Plasmaschneidgerät arbeitet mit Flüssigkeit und verringert die Emissionen

27.05.2008
Auf Baustellen oder bei Reparatur- und Montagearbeiten kann ein mobiles Plasmaschneidgerät seine Vorzüge ausspielen. Das flexible System arbeitet mit einer Flüssigkeit auf Wasserbasis aus Kartuschen. Im Vergleich zu konventionellen Plasmaschneidmaschinen sollen so bis zu 90% weniger Schadstoffe emittiert werden.

Mit innovativer Technik wie dem Plasmaschneidsystem Transcut kann der Schlosserei- und Stahlbaubetrieb Schumann in Koblenz die hohen Anforderungen an Produktivität und Flexibilität erfüllen. Neben der besonders hohen Umweltfreundlichkeit hat das System zwei weitere wesentliche Vorteile: Die Arbeitsumgebung wird beim Schneiden nicht von Metall-, Staub- und sonstigen Emissionen belastet und die Schnittflächen müssen weniger nachgearbeitet werden.

Das kompakte Schneidgerät arbeitet mit Flüssigkeit statt mit Druckluft oder Gas als Ausgangsmedium. Deshalb entfallen die sonst erforderlichen großen Behältervolumen, Kompressoren oder unmittelbare Versorgungsanschlüsse. Das Plasmaschneidsystem ist dadurch sehr mobil und flexibel einsetzbar – auch auf Baustellen, bei Montagearbeiten vor Ort oder im Rettungseinsatz.

Der im Jahr 2005 gegründete Schlosserei- und Stahlbaubetrieb hat 21 Mitarbeiter und produziert unter anderem Maschinenfundamente, die für Fertigungsmaschinen in der Automobilzulieferindustrie im In- und Ausland verwendet werden. Hinzu kommen Schutzkabinen, Maschinenabdeckungen und -verkleidungen sowie Gestelle für Roboteranlagen. Das Koblenzer Unternehmen stellt diese für einen Zulieferer des Flugzeugherstellers Boeing und für andere Industriekunden her.

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»Plasmaschneidgerät »Transcut

Zur Kundenorientierung gehört auch das Ausrichten der betrieblichen Abläufe am Kriterium der Flexibilität. Deshalb setzt das Unternehmen zum Beispiel das Plasmaschneidverfahren Transcut ein. Damit lassen sich Werkstücke aus Stahl-, Messing-, Edelstahl- und verzinktem Blech von 1,5 bis 4 mm Dicke schneiden. Überall dort, wo komplexe Konturen genau, schnell und sauber ausgeschnitten werden müssen, nutzt Schumann das Schneidsystem des österreichischen Herstellers Fronius.

Plasmaschneidverfahren Transcut glänzt mit geringem Verbrauch

Anders als konventionelle Plasmaschneidtechniken arbeitet es mit einer Flüssigkeit auf Wasserbasis. Verglichen mit Druckluft oder Gasen verbrauchen Flüssigkeiten deutlich weniger Volumen je Masseeinheit.

Deshalb lässt sich, wenn das Medium in flüssiger Form vorliegt, im gleichen Rauminhalt mehr Masse speichern. Außerdem entfällt bei dieser Technik der Anschluss an stationäre oder mobile Erzeugungs- und Versorgungssysteme. Statt dessen ist Transcut 300 mit einem Tank für das Medium ausgerüstet. Der Betreiber kann mit Kartuschen nachfüllen.

Als einer der ersten Anwender ist Metallbau Schumann von den Vorteilen des Systems überzeugt. Denn im Vergleich zu konventionellen Plasmaschneidtechniken kann das kompakte Gerät deutlich mobiler, flexibler und einfacher eingesetzt werden – zum Beispiel auf Baustellen und bei Reparatur- und Montagearbeiten.

Vor allem beim Kundendienst ist man flexibel und beweglich. Vor Ort ist die Ausrüstung schneller einsatzbereit, weil der Transport und das umständliche Aufbauen von Gasflasche oder Kompressor entfallen. Es wird lediglich ein normaler 230-V-Stromanschluss benötigt.

Qualmwolken und Dämpfe werden deutlich reduziert

Bei kleineren Stückzahlen, wie sie bei Schumann verarbeitet werden, bewährt sich die Transcut-Technik als besonders wirtschaftlich. Das System ist außerdem viel emissions- und schadstoffärmer als die traditionellen Plasma- oder gar Flex-Techniken. Lästige Staub- und Qualmwolken oder schädigende Dämpfe entfallen oder sind auf ein Minimum reduziert. Herstellerangaben werden beim Arbeiten mit dem Plasmaschneidsystem bis zu 90% weniger Schadstoffe emittiert.

Dies wird in der Anwendung bei Schumann bestätigt: Beim Trennen von Messingblech entsteht kein Nebel mehr; die Umgebungsluft unterscheidet sich nicht von der übrigen Raumluft. Das Schneidwerkzeug hinterlässt kaum Oxidverschmutzungen.

Das wirkt sich auch beim anschließenden direkten Schweißen vorteilhaft aus, besonders bei anspruchsvollen Arbeiten mit CrNi-Stählen. Das Material wird außerdem nicht spröde und die bei anderen Trennverfahren notwendigen Polier- und Schleifarbeiten entfallen bei der Transcut-Technik weitgehend. Zunder oder Patina bilden sich kaum.

Bei der Arbeit mit dem Schneidwerkzeug ist auch der gefährliche Funkenflug praktisch vernachlässigbar. Zudem ist das Plasmaschneidgerät so wartungsarm, dass es nur etwa alle drei Monate gereinigt werden muss.

Horst Schumann ist Inhaber der Metallbau Schumann GmbH, 56070 Koblenz

Horst Schumann | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/trenntechnik/articles/122461/

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