Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Anlagenhersteller setzt bei Bürokomplex auf zukunftsweisendes Energiekonzept

29.04.2008
Bietigheim-Bissingen (js) – Rund 40% weniger Energiekosten als bei einem konventionellen Konzept, 2100 t weniger CO2-Emissionen im Jahr, Nutzung regenerativer Energie. Das sind die Eckpunkte für das nachhaltige Energiekonzept des neuen Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen.

Im Beisein der baden-württembergischen Umweltministerin Tanja Gönner hat Dürr-Vorstandsvorsitzender Ralf W. Dieter das nachhaltige Energiekonzept „Campus Energy 21“ für den Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen vorgestellt. Beim Spatenstich für den rund 26000 m² großen Bürokomplex erläuterte er den Einsatz regenerativer Energie und die energieeffiziente Bauweise des neuen Bürogebäudes.

Umzug von Stuttgart nach Bietigheim-Bissingen

Mit dem Umzug von Stuttgart nach Bietigheim-Bissingen Mitte 2009 konzentriert Dürr seine Lackier-, Montage- und Umwelttechnikaktivitäten. Dafür baut Dürr den bestehenden Standort aus und wird mit rund 1500 Mitarbeitern zum größten Arbeitgeber in Bietigheim-Bissingen.

Auf dem Campus setzt der Maschinen- und Anlagenbaukonzern auf ein zukunftsorientiertes Energiekonzept: die Ressourcen schonende Gewinnung von Energie und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Dieser Ansatz knüpft laut Dieter an die Dürr-Produktphilosophie an, die auf die Schonung von Ressourcen setzt: „Im Vergleich zu einem konventionellen Ansatz erzeugen wir mit Campus Energy 21 rund 2100 t weniger CO2-Emissionen pro Jahr. Gleichzeitig reduzieren sich unsere Energiekosten gegenüber einem konventionellen Konzept um 40%.“

Effizientes Energie-Management basiert auf zwei Faktoren

Zu diesem Ergebnis tragen laut Dieter zwei Faktoren bei. Erstens: die energiesparende Bauweise des neuen Bürokomplexes, die sich durch sehr guten Wärmeschutz und intelligente Gebäudetechnik auszeichnet. Dadurch unterschreitet Dürr die Werte der staatlichen Energieeinsparverordnung (EnEV, Stand 2004) um 60%. Zweitens: Ein Mix aus fünf Energiequellen leisten laut Dieter den zentralen Beitrag zur Schonung von Ressourcen. Er basiert auf Blockheizkraftwerken, Geothermie, Erdwärmetauscher, Prozesswärmerückgewinnung und Fotovoltaik.

Standort der kurzen Wege

Der Ortsbegriff „Campus“ wurde für den 70700 m² großen Standort bewusst gewählt. Es ist ein Standort der kurzen Wege zur Verbesserung der internen Arbeitsabläufe. So sind im Bürokomplex verwandte Abteilungen in räumlicher Nähe angeordnet und Meetingpoints für informelle Besprechungen geplant.

„Die Arbeitsplätze werden hochwertig und nach aktuellen arbeitstechnischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgestattet“, sagte Ralf W. Dieter beim Spatenstich, an dem auch der Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen, Jürgen Kessing, teilnahm.

Bereits im November wurde auf dem Campus mit dem Bau zweier Gebäude begonnen – einer modernen Logistikhalle sowie einem 2500 m² großen Hallenanbau für Testanlagen an das weltgrößte Technologiezentrum, in dem Dürr Produkte und Verfahren rund um die Lackiertechnik entwickelt sowie Kundentests durchführt.

Weitere Bestandteile des Campus sind ein neues, mit hochwertiger Technik ausgestattetes Kundenzentrum, das noch mehr Raum für Schulungen – zum Beispiel an Lackierrobotern – bietet, sowie die bereits bestehende Produktionshalle. Insgesamt investiert Dürr rund 50 Mio. Euro in diesen Standort.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/oberflaechentechnik/articles/119927/

Weitere Berichte zu: Bürokomplex Energiekonzept Energiekosten

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flüssiger Wasserstoff im freien Fall
05.12.2016 | Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM)

nachricht IPH entwickelt Prüfstand für angetriebene Tragrollen
29.11.2016 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie