Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Automobilzulieferer Tower Automotive setzt auf Rohbau-Software von Delmia

13.10.2008
Die Tower Automotive Holding GmbH, Bergisch Gladbach, setzt bei der Optimierung von Planungs- und Fertigungsprozessen im Karosseriebau künftig auf die Rohbau-Software von Delmia, einem Tochterunternehmen von Dassault Systèmes, Paris. Dies hat Delmia unlängst bekannt gegeben.

Die deutsche Tochter des US-amerikanischen Konzerns Tower Automotive aus Novi, Michigan, entwickelt und fertigt unterschiedlichste Teile für den Karosseriebau. Dazu zählen unter anderem Pressteile und Karosseriebaugruppen. Das exakte Fügen der bei Tower Automotive gepressten Bleche spielt eine sehr wichtige Rolle für die Qualität der Karosseriebauteile. Dieses Zusammenspiel musste laut Delmia bisher zum Teil bei externen Unternehmen mit aufwändigen Modellen simuliert werden.

Software ersetzt aufwändige Modelle

Tower Automotive beabsichtigt den Angaben zufolge, die Delmia Rohbau-Software sowohl bei allen neuen als auch bei den laufenden Projekten einzusetzen, bei denen komplexe Herstellprozesse bestehen. Angestrebt wird dabei unter anderem die exakte Umplanung und Validierung der existierenden Fertigungslinien. Dies gilt gleichermaßen für neue Produkte wie für veränderte Produkte. Ziel ist es, Bauteile grundsätzlich schneller und einfacher zu entwickeln, zu verändern und zu fertigen.

„Bisher haben wir zum Beispiel Bauteile und Fügepunkte einzeln in MS-Excel-Tabellen erfasst“, erklärt Ralf Krähe, Leiter Rohbauengineering bei Tower Automotive in Europa. „Es gab also keinen Datenzusammenhang. Vielmehr existierten unterschiedliche Systeme, die nur mit viel Aufwand zusammengeführt werden konnten.“

Rohbau-Software soll Kosten senken

Vom Einsatz der Delmia Rohbau-Software verspricht sich der Automobilzulieferer eine erhebliche Optimierung seiner gesamten Prozesse, heißt es weiter. „Wir erwarten unter anderem eine Reduktion der Änderungskosten sowie die Simulation von kritischen Bereichen in der Fertigungslinie womit einzelne Baugruppen schneller und mit einer höheren Qualität erstellt werden können“, betont Krähe.

Die durchgängige V5-Technologie von Dassault Systèmes biete außerdem weitere Vorteile: Innerhalb einer Softwareumgebung lassen sich Fügefolgen planen, Layouts gestalten, Robotersimulationen durchführen und Taktzeiten ermitteln. Diese Durchgängigkeit spare Zeit und Kosten.

Weitere Softwaremodule als Ergänzung

Außer der Rohbau-Software nutzt Tower Automotive künftig auch die Delmia Softwaremodule Device Task Definition, Workcell Sequencing und Arc Welding. Durch den Einsatz der aufeinander aufbauenden Tools sei der Automobilzulieferer somit unabhängiger bei seinem Workflow. Veränderungen bei Produkten und Fertigungsprozessen können direkt validiert, simuliert und evaluiert werden.

„In der Folge können wir viel schneller auf die Anforderungen der Automobilhersteller reagieren“, so Ralf Krähe. Prozesse werden so vereinfacht und verbessert. Das Unternehmen könne effizienter und wirtschaftlicher produzieren.

| MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/digitalefabrik/cadcam/articles/148761/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Ifremer entwickelt autonomes Unterwasserfahrzeug zur Untersuchung der Tiefsee
24.02.2017 | Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

nachricht Baukasten-System für die Linienfertigung: Die VL-Baureihe von EMAG
21.02.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie