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3D-Simulations-Software für Drehmaschinen

20.11.2008
Leistungsfähige Funktionen, einfaches Programmieren und Optimieren von NC-Programmzyklen sowie 3D-Simulation der Bearbeitung – das alles, so der Drehmaschinenhersteller Traub, bietet das aktuelle Programmiersystem Winflex IPS Plus.

Im Vergleich zur Vorversion, so heißt es weiter, eröffnen sich dem Anwender mit der Plus-Version zusätzliche Vorteile wie das 1:1 Abbild der realen Bedienelemente und des 3D-Arbeitsraums der Drehmaschine. Zusätzlich zu den Funktionen der Vorversion — parallele Programmierung und Darstellung von bis zu fünf Teilsystemen bei gleichzeitiger Simulation der Bearbeitung sowie zahlreiche Funktionen zur Erstellung, Überprüfung und Optimierung des Bearbeitungsprozesses — eröffnet die neu Version laut Traub dem Anwender jetzt umfassendere Möglichkeiten der Maschinennutzung in punkto Wirtschaftlichkeit und Effektivität, nämlich Planung, Rüstoptimierung sowie Schulung.

Einrichtzeiten der Drehmaschine werden reduziert

Wie erläutert wird, können schon im Vorfeld am PC Maschineneinsatzplanungen, Arbeitsraumuntersuchungen oder Einrichtungsplanungen im 3D-Modell über die zusätzliche Funktion „Handbetrieb“ entsprechend der realen Drehmaschine durchgeführt werden – exakt so, als ob man vor der Maschine steht. Dies optimiert den Rüst- und Programmiervorgang und sorgt für deutlich verkürzte Einrichtzeiten, erhöhte Prozesssicherheit und bessere Maschinenauslastung.

Zur Einrichtungsplanung im 3D-Modell der Drehmaschine gehört beispielsweise die Bestückung des Revolvers mit exakten 3D-Modellen der Werkzeughalter oder das Schalten des Revolvers im Handbetrieb zur Überprüfung auf Kollisionsfreiheit und zur Bestimmung des Werkzeugwechselpunktes. Ebenfalls im 3D-Modell geschieht das Verfahren der Werkzeugträger und der Gegenspindel zur Ermittlung der Platzverhältnisse zwischen Revolver und Spannmittel sowie das Prüfen der Spannbackenposition (C-Achsposition) im Handbetrieb für kollisionsfreie Bohrungen zwischen den Spannbacken.

Verbessern lassen sich auch die Vorbereitungen zur Einrichtung des Handlings. Ein Beispiel dafür, so Traub, ist die Ermittlung und Festlegung der Zwischenpositionen des Greifers im Arbeitsraum, um ein kollisionsfreies Absortieren des Fertigteils zu gewährleisten.

Simulations-Software zur Schulung von Bedienfunktionen nutzbar

Äußerst effizient nutzen lässt sich den Angaben zufolge Winflex IPS Plus für Schulungen von Steuerungs- und Bedienfunktionen der Traub-Drehmaschinen. Die Software dient auch als Hilfsmittel zur Optimierung der Einführungsphase neuer Maschinen und zur Schulung neuer Mitarbeiter. Der Anwender kann so Trainingszeiten auf den PC-Arbeitsplatz verlegen und gewinnt Produktivzeiten an der Drehmaschine.

Umgesetzt wurde den Angaben zufolge auch die nahezu 100%-ige Kompatibilität aller Steuerungen und Softwarevarianten, von der ersten Generation bis hin zur aktuellen Version. Der Anwender kann jede neue Softwareversion sofort einsetzen, ohne Programme neu schreiben zu müssen, verpricht Traub.

Im Vordergrund der Softwareentwicklung steht dabei die Maschine, so dass die Maschinensoftware stets exakt identisch ist mit der Software auf dem PC. Durch die identischen Funktionalitäten hat der Anwender die Sicherheit, dass die am PC getesteten Programme auch später auf der Drehmaschine störungsfrei laufen, betont Traub.

Basis der Simulation ist das NC-Programm im Traub-Format

Die Basis zur Programmkontrolle, Optimierung und Simulation ist immer direkt das NC-Programm im Traub-Format. Der TX8i-CNC-Kern auf dem PC steuert dabei den Ablauf der Simulation identisch zum Maschinenablauf. Dadurch hat der Bediener das Ergebnis immer sofort vor Augen.

Die Programmoptimierung und Synchronisation kann direkt im Simulationsmodell mit der Parallel-Simulation in 2D oder 3D vorgenommen werden. Anwahl und Start der Simulation können an jeder beliebiger Stelle des Programms erfolgen. Es wird stets die Bearbeitungssituation gezeigt, die der aktuellen Cursor-Position im NC-Programm entspricht.

Der Bearbeitungsprozess kann vorwärts oder rückwärts abgefahren werden, die zugehörige Cursor-Position im NC-Programm wird dabei ständig mitgeführt, so dass ständig der Bezug zum NC-Programm vorhanden ist. Dies erleichtert vor allem bei komplexen Mehrachs- und Mehrschlittenmaschinen das Programmieren und verkürzt den Optimierungs- und Einrichtvorgang erheblich. Weiterhin reduzieren sich die Stillstandszeiten der Maschine.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/154909/

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