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Bis zu 255 Ethernet-Panels an einem Industrie-PC

21.01.2009
CP-Link 3 ist ein Bedien- und Visualisierungskonzept zur Anbindung von bis zu 255 Ethernet-Panels oder Panel-PC an einen Industrie-PC. Es ist eine reine Softwarelösung, die vollständig auf Standard-Hardware (Ethernet) und IP-basiertem Protokoll zur Übertragung der Bilddaten beruht. Zur Vernetzung können preiswerte und auch schleppkettenfähige Standard-Ethernet-Kabel (CAT 5) genutzt werden.

Der Host-PC überträgt Bild-Signale, Touchscreen- und Sondertasten-Funktionen sowie Virtual-USB an die Panel. Virtual-USB emuliert einen USB-Root-Hub im Host-PC. Wird nun ein USB-Gerät am Ethernet-Panel eingesteckt, dann meldet der virtuelle Hub das Gerät beim Betriebssystem des Host-PCs an und leitet die nachfolgende Kommunikation transparent durch.

Für das Betriebssystem verhält sich das USB-Gerät so, als sei es direkt am PC angeschlossen. Virtual-USB überträgt die Standards USB 1.1 und USB 2.0.

Mit dem CP-Link-Konzept setzt Beckhoff seit 1998 auf abgesetzte Bedienelemente, das heißt die Bedien- und Anzeigeelemente bilden eine eigenständige, von der Steuerungsebene getrennte Einheit. Der IPC wird im Schaltschrank untergebracht.

Die flexible Platzierung der Control Panel gibt dem Anwender viele Freiheiten. Während die bereits vorhandenen Lösungen CP-Link 1 und CP-Link 2 auf speziellen Hardware-Komponenten basieren, handelt es sich bei CP-Link 3 um eine Software.

Im Vergleich zu den bisherigen Lösungen basiert das CP-Link-3-Konzept vollständig auf den Standard-Technologien: 100-MBit/s-Ethernet und IP-Protokoll. Die Bildschirminhalte werden von einem virtuellen Grafikadapter im Host-PC erfasst und über Ethernet an ein oder mehrere Beckhoff-Ethernet-Panel mit Windows-Betriebssystem (CE, XP Embedded) gesendet. Für die Display-Kommunikation kann, je nach Betriebsart, TCP/IP oder UDP/IP (Multicast) konfiguriert werden.

Bei der Bildschirmdarstellung unterscheidet man drei Betriebsarten:

-Single-Desktop: Ein virtueller Grafikadapter stellt das Bild des Host-PCs auf einem über Ethernet angeschlossenen Display dar.

-Extended-Desktop: Ein oder mehrere virtuelle Grafikadapter werden zur Erweiterung des Desktops des Host-PCs genutzt. Auf diese Weise sind zum Beispiel Bildschirmfenster auf bis zu neun Displays erweiterbar.

-Multi-Desktop: Alle angeschlossenen Displays zeigen dasselbe Bild (via UDP/IP bis zu 255 Panels). Im Multi-Desktop-Modus kann an jedem Panel zur gleichen Zeit eine Eingabe erfolgen. Zur Koordination der Eingaben können die Displays untereinander verriegelt werden (Maus und Tastatur).

-Das CP-Link-3-Konzept wird von allen Beckhoff Ethernet-Panels und Panel-PC unterstützt. Voraussetzung ist die CP-Link-3-Client-Software und Windows CE oder XP Embedded als Betriebssystem. Die Control Panel aus Aluminium verfügen über hochwertige TFT-Displays in verschiedenen Größen und Auflösungen; optional sind Touchpad oder Touchscreen integrierbar.

Alexander Strutzke | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/automatisierung/fertigungsautomatisierung/articles/167758/

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