Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Werbeplakate werden dreidimensional

04.05.2010
Linsenfolie ermöglicht 3D-Plakate für großen Betrachtungsbereich

Deutsche Forscher haben eine 3D-Displaylösung entwickelt, um Werbeplakaten eine bislang unerreichte Raumwirkung zu geben. Eine spezielle Brille brauchen Betrachter dabei nicht.

"Die Displays funktionieren ähnlich wie die Wackelbilder, die man von Postkarten kennt", erläutert Dominik Giel, Gruppenleiter am Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM.

Freilich ist die Qualität des 3D-Effekts deutlich höher, sodass er auch auf größere Entfernung und bei vielfältigsten Blickwinkeln funktioniert. Noch dieses Jahr beginnt Industriepartner RealEyes mit der Vermarktung des Systems. Dabei sollen bis zu fünf Meter große Plakate entstehen.

250.000 Linsen für 3D-Effekt

Postkarten-Wackelbilder nutzen eine einfache Rillenfolie. "Wir verwenden stattdessen ein Linsenarray, das aus 250.000 Einzellinsen mit einem Durchmesser von jeweils zwei Millimetern besteht", sagt Giel. Außerdem wird die Linsenfolie auf noch unbelichtetes Fotopapier aufgebracht und erst danach mit einer speziellen Software für jede einzelne Linse ein Abbild des kompletten Motivs berechnet. So wird sichergestellt, dass die Linsenfolie nicht gegenüber dem Motiv verrutscht. Die Datenmenge, die dann in einem Quadratmeter Display belichtet wird, entspricht mehr als einem Spielfilm.

Dabei entsteht hinter jeder Linse ein winziges, sehr hochauflösendes Bild. Dadurch wird ein über 1.000-mal größeres Spektrum an Betrachtungswinkeln sinnvoll abgedeckt als bei herkömmlichen Wackelbildern, so Giel im Gespräch mit pressetext. Somit funktioniert der 3D-Effekt nicht nur im Abstand einer Armlänge wirklich gut, sondern kommt beispielsweise an einer Plakatwand auch von der anderen Straßenseite gesehen immer noch gut zur Geltung. Bei abgebildeten Säulen etwa sei der Seheindruck beim Vorbeiflanieren ebenso, als ginge man real an ihnen vorbei, heißt es vom Fraunhofer IPM.

Prototyp

Die gemeinsame Entwicklung von Fraunhofer IPM, RealEyes und Universität Kiel existiert bislang als Prototyp im DIN-A0-Format. Doch künftig sollen die 3D-Plakate in industriellem Maßstab produziert werden. Die Vermarktung erfolgt dabei durch RealEyes unter dem Namen Lenscape http://lenscape.eu . Voraussichtlich im Juni sollen genauere Details zum Produkt bekannt gegeben werden.

Jedenfalls will das Unternehmen dabei auf drei Anwendungsbereiche abzielen, heißt es auf Nachfrage von pressetext. Mit Außenwerbung, Messebau, Event-Marketing, Flughafen- und Bahnhofswerbung ist Werbung im engeren Sinne eine Kernzielgruppe. Hinzu kommt der Bereich Architektur und Design mit den Kategorien Kunst am Bau, Shop-Design und Innenarchitektur. Als drittes Einsatzgebiet sie RealEyes das Entertainment-Segment mit Theater und Musical, Museen und Ausstellungen, sowie Attraktionen und Freizeitparks.

Thomas Pichler | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://lenscape.eu
http://www.ipm.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit