Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Let´s talk about Green Economy!

03.03.2014

Die Einbindung von Sorgearbeit (Care) und Genderaspekten in die Forschung zur sogenannten Green Economy ist das Ziel einer neuen Internet-Plattform. Das von Wissenschaftlerinnen der Freien Universität, dem Verein LIFE e. V. und der Leuphana Universität Lüneburg betriebene Angebot www.cage-online.de vereint Homepage, Forum, Blog und Informationen. Die Plattform soll den Aufbau eines Netzwerks von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Experten und Praktikern unterstützen. Sie können dort Informationen austauschen und zu Diskussionen über die Integration der Care- und Genderperspektive in ökonomische Forschung angeregt werden.

Green Economy wird in den vergangenen Jahren als Lösung für multiple Krisen und Missstände diskutiert, etwa zum Klimawandel, zu Finanzkrisen, zur Beseitigung von Armut und Hunger und zum Umgang mit einer Verknappung von Ressourcen.

Kritisiert werden die Konzepte vor allem wegen ihrer Botschaft – „Weiter so, nur grüner“ – und wegen des damit verbundenen Festhaltens am Wirtschaftswachstum. Kritiker fordern stattdessen, die menschlichen Bedürfnisse zur Sicherung der gesellschaftlichen und natürlichen Lebensgrundlagen in den Mittelpunkt des Wirtschaftens zu stellen. Dies würde bedeuten, unbezahlte sorgende und pflegende Tätigkeiten für Mensch und Natur (Care) in die Konzepte zur Green Economy zu integrieren.

Bis heute ist es allerdings kaum gelungen solchen Analysen, Argumenten und Forderungen in den wissenschaftlichen, politischen und ökonomischen Debatten und Konzepten zu Green Economy Raum zu verschaffen.

Mit der Wissens- und Kommunikationsplattform wollen die Initiatorinnen des Projekts innovative Ansätze herausarbeiten und kommunizieren, um diese für wissenschaftliche Impulse und gesellschaftliche Veränderungen nutzbar zu machen. Die Betreiberinnen von cage-online.de rufen zur Beteiligung an diesen Diskussionen auf.

Die Debatten über Care, Gender und Green Economy sollen aber nicht nur im virtuellen Raum stattfinden. Auf Workshops im Juni und Juli und bei einer Konferenz im Oktober werden Akteure aus Wissenschaft und der Praxis über verschiedene Ansätze, Leerstellen und Visionen diskutieren. Informationen über diese und weitere Termine finden sich auf der Plattform.

Das Projekt ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Verbundvorhaben, das von LIFE – Bildung Umwelt Chancengleichheit e. V. und der Freien Universität Berlin gemeinsam mit Expertinnen der Leuphana Universität Lüneburg organisiert wird. Das Vorhaben zielt auf den Ausbau innovativer Forschungskooperationen zu den Aspekten Gender und Care in den Wirtschafts-, Umwelt- und Naturwissenschaften. Angestrebt wird damit auch die Stärkung der Netzwerktätigkeit im Förderbereich „Strategien zur Durchsetzung von Chancengerechtigkeit für Frauen in Bildung und Forschung“.

Weitere Informationen

- Ulrike Röhr, LIFE e. V., E-Mail: roehr@life-online.de
- Prof. Dr. Dörte Segebart, Freie Universität Berlin, doerte.segebart@fu-berlin.de
- Dr. Daniela Gottschlich, Leuphana Universität Lüneburg, E-Mail: daniela.gottschlich@uni.leuphana.de,
- Telefon: 030 / 308798-35, Mobil: 0179 / 2031511
- Wissens- und Kommunikationsplattform www.cage-online.de

Carsten Wette | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie