Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IWM mit 2 Projekten an Forschungsverbund zum Wissenstransfer in den Lebenswissenschaften beteiligt

27.09.2013
Im Rahmen eines Verbundprojekts zum Thema Lebenswissenschaften bewilligte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) dem Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) zwei Projekte. In den nächsten drei Jahren untersucht ein Forschungsverbund am Beispiel der Tiefen Hirnstimulation (THS), wie Wissen von der Forschung in die Öffentlichkeit gelangt.

Die Lebenswissenschaften entwickeln mit großer Geschwindigkeit Gesundheitstechnologien, deren Wirksamkeit am Patienten erprobt werden muss aber oft in der Frühphase des Einsatzes nicht eindeutig geklärt ist. Ein Beispiel hierfür ist die Tiefe Hirnstimulation (THS), die für bestimmte Krankheitsbilder bereits mit großem Erfolg eingesetzt wird, während sie sich bei anderen noch in der Erprobungsphase befindet.

Patienten und Laien fällt es oft schwer, die Wirksamkeit dieser Technologien einzuschätzen, weil unterschiedliche Faktoren den Wissenstransfer behindern: das Vorwissen und Einstellungen der Laien im Bereich Lebenswissenschaften, die vorläufige Natur der Befunde und die emotionale Wirkung des Themas Gesundheit. Der Wirkung dieser drei Faktoren im Bereich THS widmen sich am IWM nun zwei vom BMBF bewilligte Projekte.

Im Rahmen des Verbundprojekts „Forschung ELSA Wissenstransfer: Von der Wissenschaft zur Öffentlichkeit: Am Beispiel der Tiefen Hirnstimulation“ analysieren Wissenschaftler des IWM unter Beteiligung des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin der Eberhard Karls Universität Tübingen die wichtigsten Prozesse und Einflussfaktoren beim Transfer von lebenswissenschaftlichen Forschungsergebnissen in die Gesellschaft, um dann Möglichkeiten aufzuzeigen, wie dieser Wissenstransfer verbessert werden kann.

Prof. Dr. Ulrike Cress, Leiterin der Arbeitsgruppe Wissenskonstruktion am IWM, und ihr Stellvertreter Dr. Joachim Kimmerle untersuchen im Rahmen des Projektes „Verständnis für die Fragilität medizinischer Befunde in partizipativen Medienformaten“ inwiefern Vorwissen und Einstellungen zu lebenswissenschaftlichen Erkenntnissen die Aufnahme journalistischer Berichte beeinflussen. Daneben wird das Forscherteam auch untersuchen, wie Menschen mit vorläufigen und teilweise widersprüchlichen Erkenntnissen bei der Meinungsbildung in Internetforen umgehen.

Im zweiten Projekt „Der Einfluss von Emotionen beim Erwerb von Wissen über die tiefe Hirnstimulation“ untersucht Prof. Dr. Kai Sassenberg, Leiter der Arbeitsgruppe Sozial-Motivationale Prozesse am IWM, wie Emotionen, ausgelöst durch journalistische Beiträge, die Rezeption von Information über die THS beeinflussen. Ziel dieser Studien ist die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie für einen möglichst unverzerrten Wissenstransfer. Neben den beiden Arbeitsgruppen des IWM sind an dem Forschungsverbund auch Prof. Dr. Dr. Urban Wiesing und PD Dr. Jens Claussen vom Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Eberhard Karls Universität Tübingen beteiligt.

Kontakt & weitere Information Leibniz-Institut für Wissensmedien
Prof. Dr. Ulrike Cress, Leiterin der Arbeitsgruppe Wissenskonstruktion
Leibniz-Institut für Wissensmedien, Schleichstraße 6, 72076 Tübingen,
Tel.: 07071/ 979-209, Fax: 07071/ 979-124, E-Mail: u.cress@iwm-kmrc.de
Steffi Neubert, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Leibniz-Institut für Wissensmedien, Schleichstraße 6, 72076 Tübingen,
Tel.: 07071/ 979-261, Fax: 07071/ 979-100, E-Mail: s.neubert@iwm-kmrc.de
Das Leibniz-Institut für Wissensmedien
Das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen erforscht das Lehren und Lernen mit digitalen Technologien. Rund 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Kognitions-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften arbeiten multidisziplinär an Forschungsfragen zum individuellen und kooperativen Wissenserwerb in medialen Umgebungen. Seit 2009 unterhält das IWM gemeinsam mit der Universität Tübingen Deutschlands ersten WissenschaftsCampus zum Thema „Bildung in Informationsumwelten“.
Die Leibniz-Gemeinschaft
Das IWM ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, die 86 selbständige Forschungseinrichtungen der Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften verbindet. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 16.500 Personen, darunter 7.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,4 Milliarden Euro.

Stefanie Neubert | idw
Weitere Informationen:
http://www.iwm-kmrc.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops

Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark

25.07.2017 | Biowissenschaften Chemie