Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer IAIS, Universität Bonn und Partner aus der Medienbranche entwickeln neue Verfahren für zielgerichtete Werbung

13.09.2010
Im Projekt „Targeted Advertising“ erforschen und entwickeln Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und der Universität Bonn gemeinsam mit der nacamar GmbH sowie der DiscVision GmbH neue Verfahren der zielgruppenorientierten audiovisuellen Werbung für TV, Web-TV und mobile Endgeräte. Erste Projektergebnisse präsentieren die Projektpartner auf der dmexco 2010 in Köln.

Viele Medienangebote im Fernsehen und im Internet werden über Werbung finanziert. Das Problem: Oft ist die Werbung für die Zuschauer nicht interessant, sie schalten das Programm ab oder um und die Werbebotschaft verfehlt ihr Ziel.

„Das kann man vermeiden, indem Werbeunternehmen Konsumenten gezielt mit Werbung versorgen, die sie wirklich interessiert“, betont Heike Horstmann, Projektleiterin am Fraunhofer IAIS. Neue Methoden der zielgerichteten Werbung, so genanntes Targeted Advertising, berücksichtigen die Interessen der Zuschauer, ohne ihre Privatsphäre zu verletzen.

Die Verfahren zur zielgerichteten Kundenansprache, die das Team des Fraunhofer IAIS entwickelt, greifen auf den Inhalt der Medien zurück und kommen ohne private Daten der Konsumenten aus. Denn je besser die Werbung zum angeschauten Inhalt passt, desto interessanter ist sie für den Zuschauer. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Multimediaplattform für die zielgerichtete audiovisuelle Werbung. Die Plattform soll Video- und Audiobeiträge aus Fernsehen und Web-TV automatisch analysieren und mit Schlagworten versehen. Anhand eines ständig aktualisierten und erweiterten Schlagwort-Katalogs können TV-Sender, Werbezeitenvermarkter und Netzwerkbetreiber damit zu den Videoinhalten passende Angebote schalten.

Die neue Plattform erfordert verschiedene technologische Innovationen: Gemeinsam mit der Universität Bonn entwickeln die Forscher am Fraunhofer IAIS optimierte Methoden zur automatischen Analyse von audiovisuellen Inhalten. Die technische Basis für die Multimedia-Plattform ist der „medianac“, eine Online Video-Lösung der nacamar GmbH, einem der größten deutschen Streaming-Dienstleister. Der medianac speichert sowohl die Bewegtbildinhalte als auch die Werbeclips, und ist für das Zuspielen der Medien- und Metadaten an den Ad-Server verantwortlich. Neben Web-TV eignet sich die Technologie auch für klassische Fernsehangebote, bei denen Festplattenrekorder, so genannte Set-Top-Boxen oder Personal Video Recorder, das gewünschte Programm aufnehmen und später auf Abruf abspielen. Die DiscVision GmbH stellt dazu integrierte Lösungen aus Hardware und Software bereit.

Den aktuellen Stand der Entwicklungen zeigen die Projektpartner am 15. und 16. September 2010 auf der dmexco in Köln, der größten deutschen Online-Marketing-Messe. Auf dem Stand der nacamar GmbH (Halle 8.1, Stand D84) präsentiert das Projektteam Demo Cases und informiert über die neuen Perspektiven der zielgruppenspezifischen Werbung.

Kontakt
Heike Horstmann
Projektleitung
Telefon 02241 14-2985
Fax 02241 14-42985
Email heike.horstmann@iais.fraunhofer.de

Katrin Berkler | idw
Weitere Informationen:
http://www.iais.fraunhofer.de/tat.html
http://www.targeted-advertising.net

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie