Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Video-Klingeltöne: Marktchancen bleiben noch ungenutzt

10.10.2006
Großes Wachstumspotenzial in Europa und Nordamerika

Videos und Filmsequenzen, die bei jedem eingehenden Anruf am Mobiltelefon erscheinen, könnten dem Klingelton-Markt erneut zu Wachstum verhelfen. Zu diesem Schluss kommen die Analysten von Visiongain in ihrer aktuellen Studie "Video Ringtones 2006-2011". Demnach sei das Konzept in Japan und Korea bereits erfolgreich, am europäischen und US-amerikanischen Markt würden jedoch Mobilfunkbetreiber und Handyhersteller erst langsam auf das Marktpotenzial reagieren. Die größten Hürden, an denen die Entwicklung dieses Trends in Europa und den USA bisher scheiterte, sind laut den Visiongain-Analysten einerseits die fehlende Vermarktung und andererseits das mangelnde Bewusstsein unter den Konsumenten, welche Services in Verbindung mit Klingeltönen möglich sind.

In Japan und Korea erfreuen sich Klingeltöne, bei denen Popstars sowie Berühmtheiten aus Film und Fernsehen den Anruf ankündigen, bereits großer Beliebtheit. Am europäischen und nordamerikanischen Markt sei dagegen die Ausrüstung der mobilen Endgeräte ein weiteres Problem bei der Verbreitung der neuen Services. "Der Mangel an Mobiltelefonen, die Video-Klingeltöne abspielen können, stellt eine große Barriere für eine ähnliche Entwicklung wie in Japan und Korea dar. Die Mehrheit der dafür ausgerüsteten Handys verwenden das Betriebssystem Symbian, das im ersten Halbjahr 2006 jedoch nur in fünf Prozent der weltweit verkauften Mobiltelefone installiert war", so Studienleiter Adam Walkden. Darüber hinaus würden diese Geräte oft nicht auf die auf die Zielgruppe für Video-Klingeltöne zugeschnitten sein, die sich aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammensetzt.

Jene Geräte, die bereits mit den notwendigen Applikationen für den Einsatz von Video-Klingeltönen ausgerüstet sind, wären ausschließlich auf den High-End-Markt ausgerichtet, kritisiert Walkden. Um das Potenzial des Marktes ausschöpfen zu können, sei es jedoch notwendig, massenmarktfähige Mobiltelefone damit auszustatten. Die Studienautoren raten außerdem zur gemeinsamen Vorgangsweise zwischen Herstellern und Anbieter, um nicht schon wie bei der bisherigen Entwicklung des Audio-Klingelton-Marktes die Umsätze an Dritte zu verlieren. So könne verhindert werden, dass die Unternehmen wie schon bei Audio-Klingeltönen zu langsam reagieren und den Markt damit unabhängigen Drittanbietern überlassen. Als erster US-Anbieter nahm Sprint Video-Klingeltöne in sein Serviceangebot auf, am europäischen Markt zählte die Telefongesellschaft Telefonica zu den ersten Anbietern.

Während die Studie sowohl Mobilfunkbetreibern, als auch Herstellern von Mobiltelefonen potenzielles Umsatzwachstum durch die Bereitstellung von Video-Klingeltönen verspricht, könnten auch die Anbieter der Video-Inhalte davon profitieren. Demnach würde es Plattenfirmen sowie Fernseh- und Filmstudios gelingen, ihre Umsätze durch den Einstieg in die neue Nische des Klingelton-Marktes zu steigern. Gleichzeitig eröffne sich für die Unternehmen die Möglichkeit, mit den Inhalten Werbung für neue Filme, Songs und TV-Serien zu betreiben.

Victoria Schubert | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.visiongainintelligence.com

Weitere Berichte zu: Mobilfunkbetreiber Mobiltelefon Video Video-Klingeltöne

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie