Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Interkulturelle Kommunikation in virtuellen Gemeinschaften

12.01.2006


EU-Forschungsprojekt media-net-works erfolgreich abgeschlossen - Ergebnisse wurden am RheinAhrCampus Remagen der FH Koblenz vorgestellt



Seit 2004 entwickelten sieben Partner aus fünf europäischen Ländern ein Studienmodul für die Hochschul- und Erwachsenenbildung im Rahmen des Projekts media-net-works ("Intercultural ICT-mediated Communication competencies as a key to enable participation in a network society"). Im Vordergrund der Arbeit des Konsortiums stand die Erforschung der Schlüsselqualifikation "Medienkompetenz mit dem integralen Bestandteil der interkulturellen Kompetenz in virtuellen Gemeinschaften".



Dabei wurden technische, soziale und interkulturelle Mechanismen virtueller Gemeinschaften untersucht. Die Interessennetzwerke, die sich zumeist über Foren organisieren, erfordern ein hohes Maß an Kommunikation und Kooperation. Dabei sind wichtige Aspekte der zwischenmenschlichen Beziehungen wie Gestik und Mimik meist nicht darstellbar. Dies kann z.B. Missverständnisse zwischen den einzelnen Mitgliedern hervorrufen.

Deshalb entwickelte das Konsortium mediendidaktische Modelle und Methoden zur Ausgestaltung von virtuellen Gemeinschaften und erprobte diese pilothaft im Rahmen eines Online-Kurses und einer Interaktionsphase im Ausland.

"Unsere Teilnehmer können nun eigenständig virtuelle Gemeinschaften gründen, moderieren oder sich daran beteiligen - und dabei auf fundiertes Wissen zur interkulturellen Kommunikation zurückgreifen", betonte Projektleiter Dr. Elmar-Laurent Borgmann beim Abschlusstreffen am RheinAhrCampus Remagen der Fachhochschule Koblenz. Mittels verschiedener Lernszenarien konnte die Kommunikationskompetenz der Teilnehmer deutlich gestärkt und deren Beobachtungsgabe auch im Medienumfeld verbessert werden.

Thomas Berger vom Forschungsinstitut inter.research e.V. verwies auf die Einsatzmöglichkeiten der Online-Lernszenarien und Materialien in europäischen Mobilitätsprogrammen wie z.B. Leonardo da Vinci. Aspekte der interkulturellen Kommunikation spielen bei Arbeits- und Studienaufenthalten eine immer größere Rolle und neue Medien wie das Internet bieten bisher ungenutzte Lernmöglichkeiten z.B. bei der Vorbereitung und Durchführung bzw. Begleitung eines Auslandsaufenthalts.

Den Einfluss neuer Medien auf die Lehre unterstrich auch Anne Fox vom dänischen Partner Grenaa Handelsskole. Sie baut gerade eine virtuelle Gemeinschaft von Lehrenden im Bereich Fremdsprachen und interkulturelle Kommunikation auf und berichtete von ihrer Präsentation der media-net-works Projektergebnisse auf einer internationalen Online-Konferenz im Internet.

Die Projektergebnisse werden auf der Webseite www.media-net-works.de zur Verfügung gestellt. Insgesamt wurde das Projekt mit rund 138.000 Euro im Rahmen des E-learning Programms der Europäischen Union gefördert.

Ansprechpartner und Leiter des Projekts:
FH-Koblenz
RheinAhrCampus Remagen
Dr. Elmar-Laurent Borgmann
Tel.: 02642/932329
Borgmann@fh-koblenz.de

Petra Gras | idw
Weitere Informationen:
http://www.media-net-works.de
http://www.fh-koblenz.de
http://www.rheinahrcampus.de

Weitere Berichte zu: Interkulturell Konsortium Projektergebnis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften