Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Werbemarke am Hörer

28.10.2005


Agenturen entdecken Sprachdialogsysteme



In der klassischen Werbung dominieren Fernsehen, Hörfunk, Online-Banner, Plakate oder Flyer. Das Telefon hat sich bislang nicht als Träger für Marketingbotschaften durchsetzen können. In Berlin versuchte man Ende der 90er Jahre Kunden mit Umsonst-Telefonie zu locken, wenn Sie die Einspeisung von Werbebotschaften während des Gespräches akzeptieren. Die Akzeptanz der Verbraucher war kläglich. Mit natürlichen Spracherkennungssystemen könnte sich das ändern. "Sprache eignet sich als Instrument zur Vereinfachung von komplexen Inhalten und technischen Sachverhalten. Mit Spracherkennungssystemen ist eine Individualisierung von Markenbotschaften eher möglich als in der klassischen Werbung", so die Erfahrung von Amir Kassaei von der DDB Group in Deutschland.



Sprachsysteme könnten als emotionaler Turbo zum Markenaufbau dienen. Bislang stößt man mit dem neuen Kommunikationskanal bei den Werbekunden nach einem Bericht der Branchenzeitschrift W & V noch auf Ablehnung. Das Thema "Voice Marketing" stehe nach Ansicht von Wulf-Peter Kemper noch in den Kinderschuhen. "Doch ein Konzept, das gerade beim neuen Wettbewerb ’Best Voice Campaign’ prämiert wurde, hofft der Inhaber der Agentur Osterbay bald umsetzen zu können. Um für den Hamburger SV Fans und Vereinsmitglieder zu gewinnen, haben sich die Werber ein interaktives Hörspiel ausgedacht", schreibt W & V in der aktuellen Ausgabe. Wer eine bestimmte Nummer anrufe, werde in einen Dialog mit einem HSV-Star einbezogen.

"Der von uns initiierte Agenturwettbewerb ist ein wichtiges Signal für die Marketingverantwortlichen in den Unternehmen, da die Werbetreibenden der vielleicht wichtigste Katalysator für den Markt von Sprachanwendungen sind", so Christoph Sieberz, von der VoiceObjects-Geschäftsleitung, im Gespräch mit pressetext. So wie die Kommerzialisierung des Web vor rund 12 Jahren gerade durch die Werbe- und Kommunikationsindustrie beschleunigt wurde, werde analog dazu der neue ’Sprachkanal’ durch den Eintritt der Kreativen einen ebenso bedeutenden Schritt in der Entwicklung des Marktes erfahren. Allerdings müsse die Branche sich noch mit dem negativen Image der alten Systeme herumschlagen. Fast jeder habe schon mal schlechte Erfahrungen mit Tastatur- und Sprachbefehlen gemacht, etwa bei der telefonischen Abfrage des Kontostands. Mit der neuen Technikgeneration werde man eine bessere Resonanz beim Kunden erzielen. Die Sprachautomatisierung habe nach Auffassung von Scholz & Friends-Vorstand Thomas Heilmann mittlerweile eine Qualität erreicht, die man den Verbrauchern guten Gewissens zumuten könne.

Gunnar Sohn | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.wuv.de
http://www.de.ddb.com
http://www.voiceobjects.com

Weitere Berichte zu: Hörer Spracherkennungssystem Werbemarke

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik