Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kabelloses Werben

25.05.2005


Der Boom auf dem Mobilfunkmarkt hat neue Perspektiven in Bezug auf das kabellose Werben eröffnet. Heutzutage ist das 2.5-3G Mobiltelefon ein viel versprechendes Werbemedium.



Die Technologie führte zu neuen Marktchancen und gesteigertem Wettbewerb. In einer solchen Umgebung erscheint die Idee äußerst reizvoll, potenzielle Kunden mit genauen und individuellen Informationen in unmittelbarer Nähe zum Point of Sale auszustatten. Ortsbezogene Dienste (Location Based Services - LBS) nutzen das Wissen darüber, wo sich der Nutzer eines Informationsgeräts geografisch befindet. Gleichermaßen ist die ortsbezogene Werbung (Location Based Advertising - LBA) eine neue Art des kabellosen Marketings, über die der Kunde via Mobiltelefon oder PDA (Personal Digital Assistant) erreicht werden kann.



Im Rahmen des ELBA-Projekts (European Location Based Advertising) wurden drei verschiedene Szenarios geplant und implementiert. Das Ziel lag dabei in der Entwicklung und Prüfung eines innovativen Ansatzes für die ortsbezogene Werbung. In einem Szenario wird der Kunde passiv bzw. aktiv lokalisiert, dann werden ihm Botschaften mit bedarfsorientierten und höchst individuell gestalteten Informationen zugesandt.

Die erhaltenen Informationen beruhen auf den in einer Datenbank gespeicherten Daten des persönlichen Kundenprofils. Die wichtigste Herausforderung - die Analyse der Positionsinformationen des Kunden - führte zum Konzept des so genannten Assisted GPS, einer kombinierten Lösung für die klassische Positionierung in Mobilfunknetzen sowie die Positionierung via GPS. A-GPS (Assisted GPS) wird die Möglichkeiten mobiler Dienstangebote für die Nutzer erhöhen und gleichzeitig unklare Interpretationen ihrer Position umgehen.

Ein weiteres Verfahren, potenziellen Kunden personalisierte Botschaften wie beispielsweise Werbebotschaften oder sonstige gewünschte Informationen zu übermitteln, basiert auf der Nutzung von Bluetooth-Funktionen. Dies bietet die Möglichkeit, die Positionierung auf Mikro-Ebene (z.B. innerhalb einer Einkaufspassage oder eines Einkaufszentrums) in Bezug auf die nahen Kunden umzusetzen. Mithilfe der Implementierung eines erst kürzlich entwickelten Systems konnte die Nutzeridentifizierung in einem Radius von 20 Metern um die installierte Anlage erreicht werden. Auf der Grundlage des gespeicherten Profils wurde der Kunde dann mit den gewünschten Informationen via SMS versorgt.

Der im Rahmen des ELBA-Projekts durchgeführte Test ebnete den Weg zu neuen Prüfungsverfahren im Bereich eines kabellosen Marketings, das eine zielgerichtetere Werbung als über die traditionellen Medienkanäle ermöglicht. Die aus anfänglichen Demonstrationen gezogenen Erfahrungen und Ergebnisse warten nun darauf, von anderen Unternehmen mit ähnlichen Anforderungen und Interessen genutzt zu werden.

Anita Dohler | ctm
Weitere Informationen:
http://www.vodafone-terenci.com

Weitere Berichte zu: Advertising Based GPS Location Positionierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise