Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erhöhung der Zuverlässigkeit von automatischen Telefonauskünften

16.03.2005


Die meisten Anrufe bei Telefonauskunftsdiensten betreffen geschäftliche Anfragen. Die erfolgreiche Abwicklung dieser Anrufe ist ein wichtiger Aspekt von automatisierten Systemen. Im Rahmen des SMADA-Projektes wurden Lösungen entwickelt, mit denen die Erkennung von Eigennamen trotz Unterschieden in der Aussprache und Hintergrundgeräuschen verbessert werden soll.



Eine der Herausforderung bei der automatischen Erzeugung von Antworten auf geschäftliche Anfragen besteht in der Erkennung von Namen bei gleichzeitiger Handhabung der unterschiedlichen Fragenformulierungen.



Mit dem SMADA-System wird diese Herausforderung angesprochen, indem Nutzeranfragen erkannt werden, die nicht von den Entwicklern der automatischen Telefonauskunftsdienste vorhergesehen wurden. Diese verschiedenen Fragenformulierungen können dann dem Wortschatz des Systems hinzugefügt werden. Außerdem wird das System durch unterschiedliche Aussprachemöglichkeiten für bestimmte Eigennamen ergänzt. So können Genauigkeit und Zuverlässigkeit des Systems verbessert werden.

Im Rahmen des Projekts wurden Anfragen bei Telefonauskünften analysiert, die an die Telefonvermittlung weitergeleitet wurden, weil das automatisierte System nicht in der Lage war, die gewünschten Informationen zu erkennen. Durch die Gruppierung phonetisch ähnlicher Fragen und auf der Annahme basierend, dass solche Gruppen mit den Formulierungen bestimmter Nutzer übereinstimmen, kann der SMADA-Ansatz den Wortschatz des automatisierten Telefonauskunftssystems aktualisieren.

Mit dem Projekt wurden auch die Anforderungen angesprochen, die sich bei der automatischen Fragenerkennung aus dem Auftreten von Hintergrundgeräuschen ergeben. Bei einer Reihe von Forschungsstudien wurde die Wirksamkeit von geräuschreduzierenden Verfahren wie "weicher Schwellenwertvergleich" und "Spezialsubtraktion" verglichen. Durch die Untersuchung von Ansätzen für die Signalfilterung und die Geräuschsubtraktion konnte die automatische Erkennung von Anfragen bei Telefonauskünften in geräuschintensiven Umgebungen im Rahmen des Projekts verbessert werden.

Prof. Pietro Laface | ctm
Weitere Informationen:
http://www.polito.it/

Weitere Berichte zu: Erkennung Fragenformulierung Telefonauskünfte Wortschatz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Im Focus: Forscher entschlüsseln erstmals intaktes Virus atomgenau mit Röntgenlaser

Bahnbrechende Untersuchungsmethode beschleunigt Proteinanalyse um ein Vielfaches

Ein internationales Forscherteam hat erstmals mit einem Röntgenlaser die atomgenaue Struktur eines intakten Viruspartikels entschlüsselt. Die verwendete...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Individualisierte Faserkomponenten für den Weltmarkt

22.06.2017 | Physik Astronomie

Evolutionsbiologie: Wie die Zellen zu ihren Kraftwerken kamen

22.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Spinflüssigkeiten – zurück zu den Anfängen

22.06.2017 | Physik Astronomie