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Flachantennen-Signalnachführsystem

24.06.2003


Funkübertragungen zur Verbreitung digitaler Radio- und Fernsehprogramme oder auch in Mobiltelefonnetzen finden in erster Linie im Mikrowellenbereich statt. Ein störungsfreier Empfang hängt sowohl von der Signalstärke als auch von der korrekten Ausrichtung der Antenne ab. Eine neu entwickelte Antenne ermöglicht jetzt eine neuartige Ausrichtung auf das Empfangssignal und damit eine Optimierung beider Parameter.


Bei der Installation von Satellitenantennen für Fernsehempfang spielt deren Ausrichtung eine wichtige Rolle für die Qualität des Empfangssignals. Da von modernen Kommunikationssysteme eine hohe Flächendeckung bei geringen Sendeleistungen und möglichst niedrigen elektromagnetischen Störungen gefordert wird, ist die Verwendung von Sende- und Empfangsanlagen mit hoher Richtwirkung unabdingbar. Der Richtempfang bietet den zusätzlichen Vorteil einer Störsignalminimierung und damit eine optimale Signalqualität und Flächendeckung.

Richtantennen wie beispielsweise die bekannten Satellitenschüsseln haben aber auch Nachteile, und das in zweierlei Hinsicht: Zum einen sind sie nicht selten überteuert, was mit "neuen" technologischen Entwicklungen begründet wird. Zum anderen liefern sie nicht ihre optimalen Empfangsleistungen, wenn sie nicht korrekt ausgerichtet oder bei der Installation nicht einwandfrei konfiguriert sind.


Ein spanisches Unternehmen hat eine Lösung entwickelt, die auf diesen vertrauten, herkömmlichen Flachantennen basiert, wie man sie so oft auf Hausdächern sieht. Die neuen Antennen arbeiten mit beweglichen Führungs-Richtstrahlern, die per GPS nachgeführt werden, und funktionieren so als Richtantennen, jedoch ohne eigene Richtwirkung. Die Ausrichtung erfolgt über eine Funkstrecke, bei der Flachantennen sowohl an der Reporterstation als auch im Sendezentrum in Verbindung mit dem GPS-System eingesetzt werden. Auf diese Weise wird eine automatische Signalverfolgungs-Positionierung bewerkstelligt und somit die Funktion einer Richtantenne erzielt.

Die Technologie ist gleichermaßen für ortsfeste Punkt-zu-Punkt- wie auch Mehrpunkt-Systeme anwendbar und kann überdies im häuslichen Bereich als Ersatz für die teuren, modernen Satellitenschüsseln dienen. Die neuen Antennen kommen ohne mechanische Positionierung aus und werden rein elektronisch auf die Verfolgung der gewünschten Signale programmiert. Die Entwickler, die bereits einen Prototypen gebaut und getestet haben, streben verschiedenste Kooperationsabkommen zur Nutzung dieser Technologie an.

Kontakt:

Fundacion para el Fomento en Asturias de la Investigacion Cientifica Aplicada
y la Tecnologia
C/Cabo Noval, No. 11, 1C
33007 Oviedo, Spanien
Carlos Encinas
Tel: +34-985 - 207434
Fax: +34-985 - 207433
Email: carlosem@ficyt.es

Carlos Encinas | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ficyt.com

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