Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fernsehen kämpft mit Zuschauerschwund

16.01.2008
TV-Konsum insbesondere bei jungen Nutzern zurückgegangen

Der TV-Konsum in Deutschland ist im vergangenen Jahr erstmals in diesem Jahrzehnt zurückgegangen. Wie aktuelle Erhebungen von media control belegen, sank die durchschnittliche tägliche Sehdauer 2007 auf 208 Minuten. Das sind um vier Minuten weniger als im Vorjahr. Seit 1999 hatte es eine stetige Ausweitung des TV-Konsums gegeben - im vergangenen Jahr blieb der Zuwachs zum ersten Mal aus, obwohl so viele Fernsehsender im Angebot waren wie nie zuvor. Vor allem die jungen Zielgruppen liefen dem Medium davon und schalteten das TV-Gerät weniger häufig ein.

So kamen Kinder zwischen drei und 13 Jahren 2007 nur noch auf eine durchschnittliche Sehdauer von 87 Minuten pro Tag. 2006 waren es noch um drei Minuten mehr gewesen. media control verzeichnete in dieser Altersgruppe den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 1992. Allerdings zeichnet sich die Entwicklung zu vermindertem TV-Konsum in dieser Zielgruppe schon länger ab (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=070126018 ). Der Trend zu weniger Fernsehkonsum spiegelt sich aber auch in den anderen Zielgruppen wider. Das größte Minus lieferten die 14- bis 29-Jährigen. Hier verringerte sich die Sehdauer von 140 auf 133 Minuten täglich. Nur Erwachsene im Alter über 65 Jahren schauten 2007 ebenso viel fern (285 Minuten) wie im Jahr davor. Sie nutzen das Medium im Vergleich zu allen anderen Zielgruppen auch mit Abstand am meisten.

Ein Blick auf die einzelnen Sender zeigt, dass vergangenes Jahr vor allem die kleineren TV-Stationen Marktanteile dazu gewinnen konnten. Am erfreulichsten verlief 2007 für Vox. Der Kölner Sender steigerte sich um knapp ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 5,7 Prozent Marktanteil. Auch Phoenix, N24 und N-TV legten zu. Verloren haben hingegen die großen TV-Stationen, darunter auch die öffentlich-rechtlichen. ARD blieb zwar Marktführer mit 13,4 Prozent, lag 2006 aber mit 14,2 Prozent noch deutlich besser. Auch ZDF auf Platz zwei erzielte mit 12,9 Prozent einen geringeren Anteil als im Jahr zuvor. RTL kam mit 12,4 Prozent auf Rang drei, verlor aber ebenfalls.

Die besten Quoten (16,16 Mio. Zuschauer) überhaupt erzielte im vergangenen Jahr das Handballfinale Deutschland gegen Polen, das von der ARD ausgestrahlt wurde. Dahinter folgte mit 16,07 Mio. der Boxkampf Henry Maske gegen Virgil Hill, Rang drei ging an "Wetten, dass...?" am 20. Januar 2007 mit 13,53 Mio. Zusehern.

Claudia Zettel | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.media-control.de

Weitere Berichte zu: Sehdauer TV-Konsum Zielgruppe Zuschauerschwund

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen