Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit Chaostheorie Katastrophen vermeiden

31.10.2013
Forscher zeigen, dass extreme Ereignisse verhindert werden können

Ein Forscherteam, bestehend aus Chaostheoretikern aus der Schweiz, den USA und Brasilien, hat nun eine Möglichkeit gefunden, extreme Ereignisse, so genannte Dragon Kings, wie z.B. einen Börsencrash, nicht nur vorherzusagen, sondern sogar zu verhindern, berichtet das Fachmagazin phy.org.

Anomalie von Blasen verstehen

Dabei hatten die Forscher nicht im Sinn, solche "Blasen" zu untersuchen, sondern versuchten, anhand einer elektronischen Schaltung (Master-Slave-Schaltung), ein besseres Verständnis für dessen Anomalien zu erhalten. In vielen Versuchsreihen zeigte sich, dass die Schaltung zeitweise total aus dem Gleichgewicht geriet.

Dabei erkannten die Forscher, dass es nur sehr geringer, einzeln auftretender Verfehlungen im Synchronisationsprozess bedurfte, die zu immer größeren Verfehlungen führten, bis die Schaltung endgültig vollkommen unsynchronisiert war.

Weitere Untersuchungen zeigten, dass nur eine geringe Anpassung zum richtigen Zeitpunkt nötig war, um das System davor zu bewahren, aus dem Gleichgewicht zu geraten und ein "extremes Ereignis" zu verursachen.

Manche Ereignisse in den Versuchsreihen waren unspektakulär, wie etwa im Fall einer geringen Veränderung an den Finanzmärkten. Andere Ereignisse hingegen waren gigantisch und zeigten alle Eigenschaften eines Dragon Kings. Dabei stellten die Forscher ein klares Ursache-Wirkung-Schema beim Auftreten solcher Extrem-Ereignisse fest. Eine Variablen-Veränderung wurde durch die Kraft einer anderen Variable verursacht.

Extreme Ereignisse sind vorherzusehen

"Solche Extremereignisse sind vorhersehbar", meint dazu Dan Gauthier, Co-Author der Studie und Professor an der Duke University in Durham/North Carolina. Sie sind zumindest weniger zufällig als wir bislang geglaubt haben, so Gauthier weiter. Damit könnte man in Zukunft das Aussterben von Tierarten verhindern oder Riesenwellen in den Ozeanen beherrschen. Andere Anwendungsmöglichkeiten wären die Vermeidung epileptischer Anfälle sowie die Verhinderung großer Stromausfälle, die aufgrund geringer Störungen zustande kommen.

Christian Sec | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.phy.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Blick unter den Gletscher
12.06.2017 | Universität Bern

nachricht ROBOLAB generiert neue Forschungsansätze und Kooperationen
08.05.2017 | Hochschule Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften