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Auf blauen Wolken rollen

07.05.2002


Das neue Beleuchtungssystem für Rollerblades setzt verschiedenfarbige Leuchtdioden ein. Auch das Batteriekästchen ist mit Klettbändern schnell und sicher am Schuh befestigt.
© Bladelight GBR



Jetzt geht sie wieder los, die Saison der rollenden Zunft. Immer mehr Menschen verschreiben sich dem Trendsport und huschen auf Inlineskates oder Rollerblades durch die Städte. Nachts und in großen Gruppen ist der sportliche Spaß besonders hoch - Bladenights erfreuen sich regen Zulaufs. Um Karambolagen vorzubeugen, ist sehen und gesehen werden ein Muss. Dazu bietet die Freizeitindustrie ein ganzes Sortiment von Leuchtmitteln an - ein neues heißt »bladelight®«. »Wir haben bei unseren Produkten darauf geachtet, dass sie besonders robust sind«, betont Tomas Langara, Mitinhaber der gleichnamigen Firma. »Der Batterieblock ist über Klettverschlüsse stoßsicher mit dem Rollschuh verbunden. Er speist drei schlagfeste Leuchtdioden; üblicherweise sind zwei blaue nach vorne gerichtet und eine rot blinkende dient als Rücklicht. Nachts sieht es aus, als schwebe der Rollerblader auf einer blauen Wolke. Das kommt bei den vorwiegend jüngeren Käufern gut an!«

Doch was hat das alles mit der Fraunhofer-Gesellschaft zu tun? Dies erläutert Hans Georg Lehner von der Fraunhofer-Patentstelle für die Deutsche Forschung PST, der auch diese zum Patent angemeldete Erfindung betreut: »Wir bieten besonders mittelständischen und kleinen Unternehmen wie bladelight ein ganzes Spektrum von Dienstleistungen an. Das beginnt mit der Recherche zum Stand der Technik, also der Frage nach der Patentierbarkeit einer technischen Erfindung. Kosten-Nutzen-Analysen sollen das unternehmerische Risiko bei der späteren Vermarktung verringern. Ist die Patentanmeldung abgeschlossen, unterstützen wir die Erfinder bei der Suche nach Lizenznehmern.« Um all diese Dienste möglichst effektiv zu koordinieren, wurde vor eineinhalb Jahren der INSTI Innovation e. V. gegründet. Ziel dieses vom Bundesministerium BMBF geförderten Vereins, von PST und verwandten Einrichtungen ist es, innerbetriebliche Innovationsprozesse professionell zu planen, zu organisieren und abzuwickeln.

»Wie jedes Fraunhofer-Institut will auch die Patentstelle einen möglichst hohen Anteil seiner Ausgaben aus Industrieeinkünften decken«, betont Lehner abschließend. »Gerade junge Unternehmen können sich die Kosten, die rund um eine Patentierung anfallen, jedoch oft nicht leisten. Daher schließen wir mit ihnen einen Vertrag, in dem das Risiko geteilt wird: Zunächst schießen wir die Kosten vor. Verkauft sich ein Produkt wie das Beleuchtungssystem dann gut, haben auch wir ein höheres Einkommen.«

Dipl.-Ing. Hans Georg Lehner | Mediendienst

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