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Bedarfsgerechte Flächenverteilung durch interkommunale Zusammenarbeit

24.09.2007
Neue Impulse für die Kooperation in der Metropolregion Mitteldeutschland

Am Mittwoch, den 19. September 2007 fand an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig der Startschuss für die Praxisarbeit des Projektes „Kooperatives regionales Flächenmanagement in der Kernregion Mitteldeutschland (KoReMi)“ statt.

KoReMI ist ein durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Verbundprojekt mit dem Ziel, die Zusammenarbeit der Kommunen in der Kernregion Mitteldeutschland bei der Nutzung von Flächen (z. B. für Gewerbe und Wohnen) zu fördern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Anpassung des Flächenverbrauchs an rückläufige Einwohnerzahlen.

Diese ist auch ein wichtiges Anliegen des Bundesförderprogramms REFINA in dem das Projekt KoReMi verankert ist. Gemeinsam mit weiteren 45 Projekten bundesweit sollen Impulse für eine nachhaltige Flächen- und Raumentwicklung gegeben werden. Die Kommunen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt haben die Möglichkeit, sich ohne zusätzlichen finanziellen Aufwand am Projekt KoReMi zu beteiligen. Durch die aktive Teilnahme können sich die Kommunen in der Region direkt an der Diskussion über politische Standards beteiligen und am weiteren Projektverlauf mitwirken.

Die Veranstaltung wurde von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig sowie der Professur für Sozialgeographie der Universität Halle-Wittenberg initiiert. In dem in den Förderschwerpunkt REFINA (Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement) eingebetteten Projekt geht es um die Entwicklung von Strategien zur Optimierung des regionalen Flächenmanagements.

Nach der Idee der beiden mitteldeutschen Universitäten sollen gemeinsam mit den kommunalen Entscheidungsträgern Ansätze und Handlungsoptionen erarbeitet und weiterentwickelt werden. Die Kommunen haben dadurch die Möglichkeit über freiwillige interkommunale und regionale Kooperationen, z.B. über finanzielle Ausgleichsmechanismen, Synergieeffekte bei der Flächenentwicklung zu nutzen.

Nach einführenden Worten diskutierten bei dem Treffen kommunale Vertreter aus Sachsen und Sachsen-Anhalt und die beteiligten Wissenschaftler von den beiden Universitäten in unterschiedlichen Arbeitsgruppen über die Bedürfnisse und Problemstellungen der Kommunen. Die anwesenden kommunalen Vertreter nutzten sehr rege die Gelegenheit, ihre Interessen und Ideen in den Themen Wirtschaft, technische Infrastruktur und Demographie einzubringen. Es wurden Fragen zur besseren Auslastung bereits bestehender Gewerbegebiete diskutiert. Auch wurde auf die weitere Entwicklung ländlicher Kommunen angesichts dramatischer Verluste und Alterung ihrer Bevölkerung und die notwendige Anpassung der Ver- und Entsorgung eingegangen.

„Durch das Projekt erhalten die Kommunen in der Region die einmalige Gelegenheit sich direkt in die Entwicklung der Ziele und Instrumente, die sie dann zukünftig direkt selbst betreffen oder auch selbst nutzen können, einzugreifen und so auf die methodische Gestaltung der zukünftigen Flächenentwicklung Einfluss zu nehmen“, äußerte Prof. Dr. Thomas Lenk, Direktor des Instituts für Finanzen an der Universität Leipzig und stellvertretender Projektleiter sowie Moderator der Veranstaltung. Dabei sei die Beteiligung am Projekt ohne zusätzlichen finanziellen Aufwand für die Kommunen verbunden.

Nach dieser ersten Praxisveranstaltung sollen im Verlauf des auf noch zwei Jahre angelegten Projektes weitere Workshops und Arbeitsgruppen für und mit den Kommunen durchgeführt werden. Informationen stellen die Universitäten gerne zur Verfügung. Einen ersten Einstieg vermittelt die Homepage des Projektes www.koremi.de.

Kristin Preßler | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.koremi.de

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