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Aktuelle Studie zur Technikakzeptanz

13.03.2002


Junge Menschen sind für die Informationsgesellschaft. Dies unterstreichen die Ergebnisse der diesjährigen repräsentativen VDE-Studie zur Technikakzeptanz. Demnach sind 62 % der bis 34-jährigen eindeutig für die Entwicklung der Informationstechnik und Telekommunikation. 10 % mehr als noch vor vier Jahren. Innerhalb der Gesamtbevölkerung sprechen sich 51 % grundsätzlich dafür aus, 30 % sehen die Entwicklung teilweise positiv, nur 9 % sind eher skeptisch. Die größten Befürworter von IT-Innovationen sind die Bayern mit 64% Zustimmung, knapp gefolgt von Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland (63 %). Befragt wurden 1.000 Bundesbürger über 14 Jahren.

Eine deutliche Mehrheit (72 %) ist der Meinung, dass sich Deutschland stärker in der Medizintechnik engagieren sollte. 52 % interessieren sich besonders für die Tele-Medizin, durch die sich die medizinische Versorgung bei Operationen oder bei der Patientenüberwachung und -betreuung optimieren lasse. Im letzten Jahr waren dies erst 36%.

Auch das Interesse an Computershopping, e-Government, Bildung oder Tele-Arbeitsplätzen nimmt zu, insbesondere bei jungen Menschen. Die Hälfte der unter 34-jährigen möchte Aus- und Weiterbildungsangebote via PC nutzen oder sieht in der Telearbeit interessante Perspektiven. Der Anteil derjenigen, der keine dieser und weiterer Anwendungen der Informationstechnik gerne nutzen würde, ist in der Gesamtbevölkerung seit 1998 kontinuierlich von 21 % auf 6 % zurückgegangen.

Während die Akzeptanz der Informationstechnik und ihrer Anwendungen auf gutem Wege ist, erfordert die Positionierung Deutschlands als Standort für Innovationen deutlich mehr Anstrengungen, so ein weiteres Ergebnis der VDE-Studie. Etwa ein Drittel der Bevölkerung räumt den USA und Japan eine hohe Innovationskraft in der Elektro- und Informationstechnik oder anderen Zukunftstechnologien ein. Nur 6 % meinen dies für Deutschland und Europa. Die positiven Werte für die USA und Japan sind nach Einschätzung des VDE auch auf die sichtbare Präsenz von Massenprodukten zurückzuführen, z.B. bei Computern oder in der Unterhaltungselektronik. Die Stärken Deutschlands liegen dagegen mehr in einer hochmodernen IT-Infrastruktur in der Mobilkommunikation oder Systemtechnik. In jedem Fall sei ein offensiveres Marketing für das Image des Technikstandortes geboten, so der VDE-Vorsitzende und Telekom-Vorstand Gerd Tenzer.

Ursula Gluske-Tibud | ots
Weitere Informationen:
http://www.vde.com

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