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EU-Projekt entwickelt Trainingsinstrumente für Agenda21- Prozesse

01.02.2002


Soziologen der KU an internationalem Forschungsprojekt zur Umsetzung der Agenda21 beteiligt


Soziologen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) arbeiten gemeinsam mit europäischen Forschungseinrichtungen aus vier Ländern in einem neuen Projekt zur Umsetzung von Agenda21-Prozessen. Dabei untersuchen die Forscher der KU Möglichkeiten, Bevölkerung, Staat und Wirtschaft gemeinsam an der Agenda21 zu beteiligen. Das auf zunächst zwei Jahre angelegte Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen der Bildungsinitiative Leonardo da Vinci mit insgesamt 370.000 Euro gefördert.

Hauptziel des Leonardo-Programms ist, die Berufsbildung in den EU-Staaten zu verbessern. Dabei geht es um Beschäftigungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten im Bereich der Umwelt, aber auch um die Entwicklung einer gemeinsamen Vision zur Zukunft der Arbeit, die möglichst sozial und im Sinne der Agenda21 verträglich für den Planeten Erde organisiert werden soll.


In ihrem Teilprojekt entwickelt die vierköpfige Forschungsgruppe der KU unter Soziologie-Professor Rainer Greca unter anderem praxisnahe Unterrichtseinheiten und berufsbegleitende Lernmodelle, die die Agenda- Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden in ihrer täglichen Arbeit unterstützen sollen. Um solche Trainingsinstrumente entwickeln zu können, untersucht das internationale Projektteam zunächst die Erfahrungen, die in Deutschland, Italien, Schweden und Spanien mit Agenda- Prozessen gemacht wurden. Hierzu organisieren alle Projektpartner Interviews und Diskussionsrunden mit Experten, die Erfahrungen mit der Entwicklung der Umsetzung lokaler Agenda 21 Prozesse haben. Die Ergebnisse dieser ersten Projektphase werden die internationalen Partner bei einem Treffen, das von der KU im Juni 2002 ausgerichtet wird, austauschen. Anschließend beginnt die Entwicklung und Erprobung der Trainingsmodule. Wissenschaftliche Grundlage des Projekts ist der sogenannte Governance-Ansatz, der darauf abzielt, Innovationen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze – etwa auf kommunaler Ebene – durch eine Kooperation von Privatwirtschaft, öffentlicher Verwaltung und unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen zu erreichen.

Das Team der KU arbeitet in dem Projekt eng mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und dem Istituto per il Lavoro (IpL) in Bologna zusammen. Das Wuppertal Institut geht im Rahmen des Projektschwerpunktes “Arbeit und Umwelt” der Frage nach, welche Themen für das zukünftige Verhältnis von Arbeit und Umwelt bedeutsam sind.

Außerdem sind am Projekt folgende Partner beteiligt: Italien National Agency for Environmental Protection (ANPA), Centre for Environment and Sustainability at the University of Gotembörg (Schweden), Universität von Barcelona (Spanien), University Federico II, Neapel (Italien), Fondazione Lanza (Italien), Institute for Economic and Social Researches (IRES) (Italien), Laboratorio delle Idee (Italien).

| KU

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