Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäische Forscher starten Schiffwrack-Projekt

23.01.2002


Ein europäisches Archäologenteam hat ein Projekt zum Schutz von Schiffwracks gestartet. Die für drei Jahre anberaumte Initiative wird von der Europäischen Union mit 1,2 Mio. Euro unterstützt. Bis 2004 planen die Teilnehmer ein Standard-Verfahren für die Risikobewertung der Wracks gefunden sowie einen Weg entwickelt zu haben, auf welchem Weg die Öffentlichkeit die Untergangsstelle besichtigen kann, so ein Bericht in der aktuellen Online-Ausgabe von Nature www.nature.com .

Forscher untersuchen vier Wracks in nordeuropäischen Gewässern. Davon liegen zwei im Baltischen Meer, eines in der Nordsee vor der niederländischen Küste und das vierte in einem schwedischen See. Die Schiffe reichen von einem Segelschiff aus dem 13. Jahrhundert bis zu einem Raddampfer, gesunken im Jahr 1856. Auf den Wracks werden Instrumente u.a. Strömungen und den Salzgehalt messen. "Derzeit wissen wir noch sehr wenig über Vorgänge unter Wasser", erklärte Meeres-Archäologe Carl Olof Cederlung vom Soderton University College in Stockholm. Das Projekt soll nun das Verständnis, warum manche Schiff rosten, andere wieder nicht, verbessern. Mit den erhaltenen Daten soll die Zukunft eines gesunkenen Schiffes vorhergesagt werden. Damit erhalten Forscher ein Werkzeug für etwaige Konservierungsmaßnahmen.

Mit dem Projekt sollen auch Wege gefunden werden, um den menschlichen Einfluss auf die Schiffbruchstelle zu minimieren. Laut Forschern steigt nicht nur Zahl der Taucher auf der Suche nach Mineralien, sondern auch die Suche nach fossilen Brennstoffen. Sallamaria Tikkanen vom Meeresmuseum in Helsinki sieht eine Alternative in der Errichtung von virtuellen Unterwassermuseen. Internet-User könnten so Schiffbruchstellen online besuchen.

Das EU-Projekt wurde von finnischen Forschern während Arbeiten auf dem Wrack der Vrouw Maria initiiert. Das Handelsschiff sank im Jahr 1771 auf der Route Amsterdam-St.Petersburg. Es wurde 1999 in 41 Meter Tiefe vor der finnischen Küste entdeckt. Durch den Vergleich der Vrouw Maria mit anderen Wracks wollen Forscher ermitteln, ob das Schiff gehoben werden soll. Noch fehlt dafür allerdings das Geld. "Die Bergung würde hunderte Mio. Euro verschlingen", erklärte Tikkanen.

Sandra Standhartinger | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.nature.com .
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=020123032

Weitere Berichte zu: Schiffwrack-Projekt Wrack

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Wie Coronaviren Zellen umprogrammieren
28.04.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden
26.04.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie