Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kunststoff-Kompetenzzentrum stärkt Uni und Region

11.01.2002


Einen enorme Stärkung der Kunststofftechnik erfährt die Montanuniversität Leoben mit dem kommenden Kompetenzzentrum für Kunststofftechnik und Polymerwissenschaften. Der Bund fördert das Zentrum mit 5 Millionen Euro.

"Für die Montanuniversität Leoben, aber besonders auch für die Region Obersteiermark wird das Kunststofftechnik-Kompetenzzentrum eine immense Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit bringen", ist Professor Reinhold Lang, Motor des Projektes und Vorstand des Institutes für Werkstoffkunde und -prüfung der Kunststoffe der österreichischen Montanuni, überzeugt. Das "Polymer Competence Center" (PCC) wird 14 Forschungsinstitute der Montanuniversität, der TU Graz, der Uni Linz, der Joanneum Research und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit der einschlägigen Wirtschaft vernetzen.

Geballte Forschungskapazität im Kunststoffbereich

Diese geballte Forschungskapazität im Kunststoffbereich hat sich zum Ziel gesetzt, eigenschaftsoptimierte Kunststoffe, Funktionswerkstoffe für technische Anwendungen sowie neue Bauteile und Werkzeuge zu entwickeln. Dabei geht es um die Verkürzung von Produktionswegen und die Erhöhung der Funktionalität und Lebensdauer verschiedener Produkte. Gerade für die Schlüsseltechnologien der Zukunft (Mikrotechnik, Elektronik, Informationstechnologie) sollen verbesserte Technologien für die Herstellung und Anwendung von Kunststoffen entwickelt werden. Dies kommt, so Professor Lang, "vor allem klein- und mittelständischen Unternehmen bei der Lösung kunststofftechnischer Probleme" zugute. Als übergeordnetes Ziel will man aber auch einen Beitrag zum Schutz der Umwelt im Sinne einer nachhaltigen zukunftsfähigen Entwicklung leisten. Neben der anwendungsorientierten Forschung steht die Ausbildung von wissenschaftlich-technischem Personal und eines qualifizierten Führungsnachwuchses ebenso im Vordergrund.

Das geplante Budget wird jährlich zwischen 3 bis 4 Millionen Euro betragen. Das österreichische Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie wird das PCC mit 5 Millionen Euro für vier Jahre fördern. Die Länder Steiermark und Oberösterreich sowie die Partner-Unternehmen werden für den Restbetrag aufkommen. Unter den 39 Unternehmen finden sich Betriebe wie Borealis, FACC, AT&S, Dow, Isovolta, Semperit, Steyr Daimler Puch Fahrzeugtechnik, Lenzing Plastics und IB Steiner.

Hochqualifizierte Arbeitsplätze

Das Kunststoff-Kompetenzzentrum wird auch viele neue Arbeitsplätze schaffen. Professor Lang rechnet mit "35 bis 45 Arbeitsstellen von hoher wissenschaftlich-technischer Qualifikation, die bevorzugt auch für Diplomarbeiten und Dissertationen auf dem Gebiet der Kunststofftechnik und Polymerwissenschaften vergeben werden". Die tragende Rolle beim PCC übernimmt die Montanuniversität Leoben mit der Studienrichtung Kunststofftechnik. Das PCC wird vor allem die materialwissenschaftliche Kompetenz der Montanuniversität nachhaltig stärken.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Reinhold W. Lang, Institut für Werkstoffkunde und -prüfung der Kunststoffe, Tel. +43 3842 402-480, E-Mail: lang@unileoben.ac.at

Mag. Thomas Winkler | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neue Formeln zur Erforschung der Altersstruktur nicht-linearer dynamischer Systeme
23.01.2018 | Max-Planck-Institut für Biogeochemie

nachricht Multidisziplinäre Studie regt neue Strategie zur Medikamentenentwicklung an
15.01.2018 | Heidelberger Institut für Theoretische Studien gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Optisches Nanoskop ermöglicht Abbildung von Quantenpunkten

Physiker haben eine lichtmikroskopische Technik entwickelt, mit der sich Atome auf der Nanoskala abbilden lassen. Das neue Verfahren ermöglicht insbesondere, Quantenpunkte in einem Halbleiter-Chip bildlich darzustellen. Dies berichten die Wissenschaftler des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel zusammen mit Kollegen der Universität Bochum in «Nature Photonics».

Mikroskope machen Strukturen sichtbar, die dem menschlichen Auge sonst verborgen blieben. Einzelne Moleküle und Atome, die nur Bruchteile eines Nanometers...

Im Focus: Optical Nanoscope Allows Imaging of Quantum Dots

Physicists have developed a technique based on optical microscopy that can be used to create images of atoms on the nanoscale. In particular, the new method allows the imaging of quantum dots in a semiconductor chip. Together with colleagues from the University of Bochum, scientists from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute reported the findings in the journal Nature Photonics.

Microscopes allow us to see structures that are otherwise invisible to the human eye. However, conventional optical microscopes cannot be used to image...

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

23.01.2018 | Veranstaltungen

Gemeinsam innovativ werden

23.01.2018 | Veranstaltungen

Leichtbau zu Ende gedacht – Herausforderung Recycling

23.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lebensrettende Mikrobläschen

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten

23.01.2018 | Maschinenbau

CHP1-Mutation verursacht zerebelläre Ataxie

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics