Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Bewilligungen im Emmy Noether-Programm der DFG

13.11.2001


Der Hauptausschuss der DFG hat im Herbst 18 neue Bewilligungen im Emmy Noether-Programm ausgesprochen. Von den positiv entschiedenen Anträgen stammen zwei aus den Geisteswissenschaften, neun aus den Biowissenschaften, sechs aus den Naturwissenschaften und einer aus den Ingenieurwissenschaften. Mit den neuen Bewilligungen erhöht sich die Zahl der derzeit im Emmy Noether-Programm geförderten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler auf 277.

Mit dem Programm fördert die DFG seit 1999 den besonders qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs. Dieses Förderinstrument eröffnet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unmittelbar nach der Promotion die Möglichkeit, innerhalb von sechs Jahren durch einen Forschungsaufenthalt im Ausland und eine anschließende Forschungstätigkeit an einer deutschen Hochschule die Voraussetzungen für die Berufung zum Hochschullehrer zu erlangen.

Das Emmy Noether-Programm hat bereits erste Erfolge zu verzeichnen: Von den geförderten Wissenschaftlern haben inzwischen drei den Ruf auf eine Professur an eine deutsche Universität erhalten. Der Physiker Oliver Benson hat den Ruf an die Humboldt-Universität Berlin angenommen, der Chemiker Christian Ochsenfeld wurde an die Technische Universität Tübingen berufen. Für den Biophysiker Clemens Glaubitz, der den Ruf an die Universität Frankfurt erhielt, hat die Förderung im Emmy Noether-Programm vor allem die Fortführung seiner wissenschaftlichen Karriere in Deutschland sichergestellt: "Wäre das Emmy Noether-Programm nicht eingeführt worden, hätte ich mich wahrscheinlich für vergleichbare Programme in Großbritannien oder anderen Ländern beworben und vielleicht nicht die Möglichkeit gehabt, nach Deutschland zurückzukehren."

Das Programm ist nach der bedeutenden Mathematikerin Emmy Noether benannt, die 1918 als erste Frau an der Universität Göttingen habilitiert wurde - zwei Jahre, bevor Frauen dieses Recht offiziell zugestanden wurde. Die DFG richtet sich mit dem Emmy Noether-Programm insbesondere auch an Nachwuchswissenschaftlerinnen mit dem Ziel, die Stellung von Frauen in wissenschaftlichen Führungspositionen zu verbessern. Derzeit beträgt der Anteil der im Emmy Noether-Programm geförderten Wissenschaftlerinnen 24 Prozent.

Bewerbungen für das Emmy Noether-Programm nimmt die DFG jederzeit entgegen.

Weitere Informationen sind dem Merkblatt zum Emmy Noether-Programm zu entnehmen, das unter http://www.dfg.de/foerder/formulare/ abrufbar ist. Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle, Referat QV 2, Kennedyallee 40, 53175 Bonn, sind Ursula Rogmans-Beucher, Tel.: 0228/885-2726, und Volker Kreutzer, Tel.: 0228 / 885-2124, E-Mail: Emmy.Noether-Programm@dfg.de.

Dr. Eva-Maria Streier | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de/foerder/formulare/

Weitere Berichte zu: Bewilligung Nachwuchswissenschaftler Noether-Programm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Mit Nanopartikel-Tandems gegen den Herzinfarkt
01.12.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Virtuelle Realität für Bakterien
01.12.2017 | Institute of Science and Technology Austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften