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MFH verfügt als einzige Hochschule in Deutschland jetzt über eine Feuerverzinkungsanlage.

13.09.2001


Dipl.-Ing. Hubertus Beyling, Dipl.-Ing. Marita Büteführ und Prof. Dr. Ralf Feser nehmen den gespendeten Kessel in Betrieb


Fa. Pilling aus Altena spendete Kessel

Pünktlich zum neuen Wintersemester 2001/2001 wurde das Labor für Korrosionsschutztechnik an der Märkischen Fachhochschule (MFH) jetzt mit einer Feuerverzinkungsanlage ausgerüstet. Damit verfügt die MFH als einzige Hochschule in Deutschland über eine derartige Anlage. Während der Ofen dieser Feuerverzinkungsanlage aus Eigenmitteln des Labors beschafft wurde, erhielt die MFH den Kessel als Spende der Fa. W. Pilling aus Altena.

Die Feuerverzinkungsanlage ermöglicht die Durchführung eines neuen Forschungsprojektes, für das die Arbeitsgemeinschaft Industrieller Forschungsvereinigungen (AIF) der MFH insgesamt 300.000 Mark zur Verfügung stellt. Entwickelt werden soll ein neues Vorbehandlungs-verfahren für feuerverzinkte Bauteile, das die Bildung von Weißrost minimiert, vielleicht sogar ausschließen kann. Da in der Bundesrepublik jährlich 1,6 Millionen Tonnen verzinkten Stahls verwendet werden, ist dieses Projekt von großer Bedeutung für die stahlverarbeitende Industrie. Besonders die heimische Industrie hat Prof. Dr. Ralf Feser vom Labor für Korrosionsschutztechnik im Blick. "Hier im Märkischen Kreis sind viele Feuerverzinkereien angesiedelt, denen wir gerne bei Fragen rund um das neue Verfahren Unterstützung anbieten möchten":

Bei der ersten Inbetriebnahme der Anlage konnte Dipl.-Ing. Hubertus Beyling, Geschäftsführer der Fa. Pilling, jetzt den gespendeten Kessel gleich einweihen. Er freue sich, "damit einen Beitrag zur Verbesserung der Feuerverzinkung zu leisten". In dem Kessel wird Zink bei 450 Grad verflüssigt. Der Stahl wird darin eingetaucht und es bildet sich eine Zinkschicht auf der Oberfläche des Stahls, die einen wirksamen und langanhaltenden Korrosionsschutz gegen Witterung bietet. Probleme bei diesem an sich sehr wirksamen Verfahren treten nur dann auf, wenn die frisch verzinkten Teile zu schnell mit Wasser in Berührung kommen. In der Folge kann Weißrost entstehen. Mit dem von der MFH zu entwickelnden Verfahren soll dies demnächst der Vergangenheit angehören. Unterstützt werden die Forschungsarbeiten auch vom Gemeinschaftsausschuss Verzinken.

Birgit Geile-Hänßel | idw

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