Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

15 Mio. DM für neue Forschungsvorhaben im AiF-Initiativprogramm "Zukunftstechnologien"

14.09.2000


18 hochinnovative Forschungsprojekte starten ab 1. Oktober im AiF-Initiativprogramm "Zukunftstechnologien für kleine und mittlere Unternehmen" (ZUTECH). Das Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie (BMWi) fördert die Vorhaben mit rund 15 Mio. DM. Nach der jetzt abgeschlossenen dritten Wettbewerbsrunde unterstützt ZUTECH insgesamt 47 Projekte mit 31 Mio. DM. An einem Drittel der Vorhaben sind Forschungsstellen in den neuen Bundesländern beteiligt. Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF) hat das Förderkonzept für ZUTECH als Erweiterung des Standardverfahrens der branchenweiten industriellen Gemeinschaftsforschung entwickelt. Damit will sie branchenübergreifende, interdisziplinäre Zusammenarbeit zu Gunsten der mittelständischen Wirtschaft anregen.

Innovative Fertigungsverfahren und Werkstoffe sowie neuartige Mess- und Miniaturisierungstechniken bilden inhaltliche Schwerpunkte der jetzt erfolgreichen Projektvorschläge. Die Themen reichen von der Entwicklung eines verkleinerten Biosensors für milchverarbeitende Betriebe (Universität und TU München) bis zu textilen Implantaten und Prothesen mit kontrollierten therapeutischen Funktionen (Deutsches Wollforschungsinstitut und RWTH Aachen). Die Herstellung von Reinstwasser mithilfe eines kombinierten Elektrolyse-/Brennstoffzellenverfahrens (Duisburg) zählt ebenso zu den neuen Forschungsvorhaben wie die innovative Messung umweltrelevanter Kohlenwasserstoffe in Grundwasser und Bodenluft (Leipzig und Jena).

104 Forschungsstellen sind bundesweit mit den 47 Vorhaben betraut. In der Rangliste der Forschungsstandorte mit ZUTECH-Projekten führen Aachen und Dresden, gefolgt von Berlin, Bremen, Chemnitz und Stuttgart. Zu mehr als 30 Prozent lassen sich die Vorhaben dem Themenkreis Neue Werkstoffe zuordnen. Es folgen Mikrosystemtechnik, Simulation, Biotechnologie, und Software.

Die elfköpfige Jury besteht aus Unternehmens-, Wissenschafts- und Ministeriumsvertretern. In ihrer Sitzung am 13. September wählte sie Dr. Thomas Langeheineken zu ihrem Vorsitzenden, der als Leiter Systementwicklung in einem mittelständischen Unternehmen arbeitet. Die Jury ist die letzte Hürde im Rahmen eines drei-stufigen Wettbewerbsprozesses: Die ursprünglich 62 Anträge hatten bereits eine hochselektive Bewertung der AiF-Gutachtergruppen und ein anschließendes gruppenübergreifendes Ranking durchlaufen.

Bedingung für die Teilnahme am Initiativprogramm ist die herausragende wissenschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Forschungsvorhaben. Sie sollen zu Ergebnissen führen, die als Basis für die Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen im Hochtechnologie-Sektor dienen. Gefördert wird auch der Transfer der Ergebnisse in kleine und mittlere Unternehmen (KMU), um Hemmnisse aufgrund involvierter Risiken und mangelnder finanzieller Mittel auszugleichen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von in der Regel zwei bis drei Forschungsstellen gewährleistet branchenübergreifende Lösungen.

Die AiF als Selbstverwaltungsorganisation der deutschen Wirtschaft ist Träger der branchenweiten industriellen Gemeinschaftsforschung, die vom BMWi gefördert wird. Außerdem fungiert sie als Projektträger des Bundes für mehrere firmenspezifische Förderprogramme. Insgesamt vergibt die AiF knapp 0,5 Mrd. DM öffentlicher Mittel pro Jahr.

**********************************************************

Pressearbeit: AiF, Silvia Behr, Bayenthalgürtel 23,
50968 Köln, Telefon: 02 21 / 3 76 80 - 55,
Fax: 02 21 / 3 76 80 - 27, E-mail: presse@aif.de, Internet: www.aif.de

Silvia Behr |

Weitere Berichte zu: AiF-Initiativprogramm Gemeinschaftsforschung ZUTECH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Blick unter den Gletscher
12.06.2017 | Universität Bern

nachricht ROBOLAB generiert neue Forschungsansätze und Kooperationen
08.05.2017 | Hochschule Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften