Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kooperation mit China in Nanowissenschaften

02.04.2001


Prominente Gäste aus China und Deutschland

bei der Eröffnung des Deutsch-Chinesischen Zentrums für

Nanowissenschaften in Münster.


Stadt und Universität Münster setzen ihre technologieorientierte Standortpolitik mit einem weiteren Wissenschaftszentrum fort: Am 2. April 2001 gab Staatssekretär Hartmut Krebs vom nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerium die Einrichtung des ersten Deutsch-Chinesischen Centrums für Nanowissenschaften (DCCN) im Centrum für Nanotechnologie (CeNTech) im münsterschen Technologiehof bekannt. Vertreter des Landeswissenschaftsministeriums, der Stadt Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, des CeNTech sowie deutsche und chinesische Fachwissenschaftler erläuterten Inhalte und Perspektiven dieser weltweit bisher einmaligen Kooperation.
Ausgangspunkt dieser Kooperation ist ein Abkommen über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Nanowissenschaften, das zu Beginn des vergangenen Jahres zwischen dem Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung (MSWF) des Landes Nordrhein-Westfalen und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking unterzeichnet wurde. Die Koordination und inhaltliche Ausgestaltung dieses Abkommens liegt auf deutscher Seite bei Prof. Dr. Harald Fuchs von der Universität Münster. Der angestrebte Anwendungsbezug der Nanowissenschaften und die Konzentration der Nanotechnologie auf Landesebene in Münster, wo gerade das neue Centrum für Nanotechnologie entsteht, legte es nahe, das erste Deutsch-Chinesische Centrum für Nanowissenschaften von Anfang an als einen festen Bestandteil von CeNTech zu konzipieren.

Dies ist sowohl durch den Technologietransfer und die internationale Ausbildung junger Wissenschaftler auf beiden Seiten als auch durch die intensiven Anstrengungen Chinas begründet, im Bereich der Nanowissenschaften und Nanotechnologie weltweit eine führende Rolle einzunehmen. Die chinesische Regierung hat hierzu umfangreiche Finanzmittel in Höhe von umgerechnet rund 400 Millionen Mark für die Stärkung der Nanowissenschaften und zum Bau eines hervorragend ausgestatteten Nanotechnologie-Zentrums in Peking bereit gestellt. Damit schufen die beteiligten Stellen eine Plattform, durch die bereits bestehende intensive und erfolgreiche Kooperationen in Nordrhein-Westfalen mit chinesischen Forschern auf dem Gebiet der Nanowissenschaften unterstützt werden. Insbesondere erhalten
Wissenschaftler im Rahmen dieses Abkommens die Möglichkeit eines Austausches und können so die gemeinsamen Forschungsvorhaben beschleunigen und ausbauen. Eine besondere Stärke der chinesischen Wissenschaftler liegt zur Zeit im Bereich der Entwicklung von neuartigen nanostrukturierten Materialien, ein Bereich, der sich mit der methodisch-analytischen Ausrichtung im CeNTech ideal ergänzt.

Die Nanotechnologie gilt als eines der bedeutendsten wissenschaftlichen Forschungsgebiete für die Lösung vieler Zukunftsfragen. Die Erforschung und Entwicklung technologischer Anwendungen im Nanometer-Maßstab, das heißt auf buchstäblich elementarer Ebene, eröffnen der Chemie, der Physik, der Mikroelektronik, den Ingenieurwissenschaften, der Biologie, der Gentechnik und der Medizin ungeahnte Perspektiven und Möglichkeiten mit einem herausragenden Potential an Arbeitsplätzen.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Norbert Frie | idw

Weitere Berichte zu: CeNTech Nanotechnologie Nanowissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Bergamoten – Verlockung und Verhängnis für Tabakschwärmer
21.04.2017 | Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

nachricht Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt
19.04.2017 | Forschungszentrum Jülich GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung