Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschung in Europa gestalten

06.11.2002


Helmholtz eröffnet Büro in Brüssel - Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle für die deutschen Wissenschaftsorganisationen vereinbart



Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren eröffnet heute offiziell ihr Büro in Brüssel. Das Büro soll die Zentren der Gemeinschaft bei der Beteiligung an europäischen Forschungsprojekten beraten und unterstützen. Ziel ist ein stärkeres Engagement von Helmholtz-Zentren in europäischen Forschungsvorhaben.



Mithilfe des Büros will die Helmholtz-Gemeinschaft Kooperationen auf europäischer und internationaler Ebene intensivieren und ausbauen. Auch das Potenzial der Helmholtz-Zentren, die Federführung in gemeinsamen Projekten mehrerer europäischer Partner zu übernehmen, soll künftig besser ausgeschöpft werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Büros beraten und unterstützen die Helmholtz-Zentren bei Antragstellung, Vertragsverhandlungen und Projektabwicklung im gerade anlaufenden 6. EU-Forschungsrahmenprogramm. Dazu haben sie sich auf die inhaltlichen Schwerpunkte des Programms und damit zusammenhängende Budget- und Rechtsfragen spezialisiert.

Den europäischen Forschungsraum bauen
"Als treibende Kraft", so der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Walter Kröll, "wollen wir im Sinne von Forschungskommissar Philippe Busquin am Aufbau des europäischen Forschungsraumes mitwirken." Einen solchen gemeinsamen Forschungsraum zu schaffen sei zwingend erforderlich, um die wissenschaftliche, technologische und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Europas zu erhalten und zu stärken.

Deutsche Wissenschaft effizient vertreten
Um die Interessen der deutschen Wissenschaft in der Europäischen Union effizient zu vertreten, wollen deren Repräsentanten vor Ort arbeitsteilig kooperieren. Helmholtz-Präsident Prof. Dr. Walter Kröll und Dr. Reinhard Grunwald, Generalsekretär der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Vorsitzender des Vereins zur Förderung europäischer und internationaler wissenschaftlicher Zusammenarbeit, unterzeichnen dazu heute eine Vereinbarung. Sie beschreibt das komplementäre Zusammenspiel von KoWi, der Koordinierungsstelle der Wissenschaftsorganisationen, und dem Helmholtz-Büro in Brüssel.

Konzertiert handeln
Die Vereinbarung dient dazu, konzertiertes Handeln auf EU-Ebene zu ermöglichen. Entsprechend wird KoWi in erster Linie allgemeine Information, Beratung und Weiterbildung zu übergreifenden Fragen der EU-Forschungsförderung anbieten. Das Helmholtz-Büro bietet spezialisiertes Know-how zu den Forschungsrahmenprogrammen der Europäischen Union, insbesondere projektbezogene Beratung und Unterstützung. Zudem wollen die Partner gemeinsam aktiv werden, etwa zusammen Veranstaltungen organisieren, die die Außenwirkung der deutschen Wissenschaft auf EU-Ebene verstärken. Ihre Infrastruktur in Brüssel stellen das Helmholtz-Büro und KoWi sich wechselseitig zur Verfügung.


Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit ihren 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,1 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands.
Die 24 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft erbringen wissenschaftliche Spitzenleistungen in 6 Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum.
Die Helmholtz-Gemeinschaft identifiziert und bearbeitet große und drängende Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft, insbesondere durch die Erforschung von Systemen hoher Komplexität.

Kontakt:

Helmholtz-Gemeinschaft
Kommunikation und Medien
Dr. Anne Rother
Tel: 0228-30818 21
Fax: 0228-30818-40
E-mail: anne.rother@helmholtz.de

Büro Brüssel
Wilfried Kraus, Leiter
Rue du Trône 98
B-1050 Brüssel
Tel: +32 (0) 2-5 14 68 81
Fax +32 (0) 2-5 00 09 80
E-mail: bruessel@helmholtz.de

Cordula Tegen | idw
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de

Weitere Berichte zu: KoWi Koordinierungsstelle Wissenschaftsorganisation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Fake News finden und bekämpfen
17.08.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Neues interdisziplinäres Zentrum für Physik und Medizin in Erlangen
25.07.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten