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Intelligente Lampen steuern Schlafrhythmus

17.03.2008
Blauanteil im Lichtspektrum ist entscheidend

Forscher des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie (INP) arbeiten an einer neuen Art von Leuchten, die den menschlichen Tag-Nacht-Rhythmus unterstützen sollen. Durch künstliches Licht ginge dieser oft verloren. Mithilfe von intelligenten Plasmalampen könne das sogenannte circadiane System, das den Schlafrhythmus steuert, wieder ungestört arbeiten, so die Entwickler.

"Wir haben den ersten Meilenstein erreicht", so Sprecherin Liane Glawe gegenüber pressetext. "Wann die intelligenten Leuchten marktreif sein werden, kann man allerdings noch nicht sagen."

Heute verbringen Menschen viel Zeit in geschlossenen Räumen unter künstlichem Licht und machen "die Nacht zum Tage". Das kann zu Leistungsminderung und krankhaften Erscheinungen führen. "Es hat sich gezeigt, dass herkömmliche Lampen bereits zu einer in Abendstunden ungewollten Melatoninunterdrückung und vermehrter Wachheit führen", so Heinz Schöpp vom INP. Entscheidend für die Wirkung ist der Blauanteil im Spektrum des Lichtes. Die neuen Plasmalampen für circadiane Rythmen (PLACAR) ohne Blauanteil behindern die Ausschüttung des Schlafhormons nicht und ermöglichen es auf natürlich Weise schläfrig zu werden.

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Melatonin ist nur ein Hormon, das im menschlichen Tag- und Nachtrhythmus eine wichtige Rolle spielt. Viele andere Parameter, sowohl psychologische als auch physiologische, werden durch das circadiane System gesteuert. Wenn es gestört wird, kommt es zu Beeinträchtigungen des Wohlbefindens und der Gesundheit. Beispiele dafür sind der Jet-Lag, aber auch die Winterdepression. Mithilfe der intelligenten Plasmaleuchten soll die Wirkung des Lichts auf das circadiane System nun sinnvoll gesteuert werden. Fehlendes Sonnenlicht am Morgen und während des Winter könnte so ersetzt werden.

Die Forscher haben zur Halbzeit des dreijährigen Projekts den ersten Meilenstein erreicht. Ein Fernziel der Entwicklung ist es, Vorraussetzungen dafür zu schaffen, die derzeitigen Lichtquellen zumindest teilweise durch intelligente Leuchten zu ersetzen, die in Abhängigkeit von der Tageszeit unterschiedliche Lichtspektren mit unterschiedlichen Intensitäten aussenden.

Georg Eckelsberger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.inp-greifswald.de

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