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Nano-Technologie macht Papier magnetisch

20.04.2012
Forscher verleihen Zellstoff verschiedenste Eigenschaften

Fasern: Forscher entwickeln Leuchtpapier (Foto: IIT)

Wissenschaftler des Istituto Italiano di Tecnologia (IIT) in Genua haben einen Weg gefunden, um Papier mit Nanopartikeln anzureichern, ohne dessen Grundeigenschaften zu verändern. Damit ist es künftig möglich, dem Zellstoffprodukt verschiedene Features angedeihen zu lassen. Die Forscher haben bereits magnetische, wasserfeste und antibakterielle Blätter erzeugt.

Fasern werden eingehüllt

Um dies zu erreichen hat Institutsdirektor Roberto Cingulani mit seinem Team eine Methode entwickelt, dank der sich die einzelnen Zellstoffmoleküle mit Nanopartikeln zu einem Polymer verbinden lassen, das anschließend in einer Flüssigkeit aufgelöst wird.

Das Aufbringen dieser lässt eine Polymermatrix entstehen, ohne dass die grundlegenden Attribute des Papiers manipuliert werden. Der Stoffkomplex lässt sich prinzipiell auf alle nicht gewebten Textilmaterialien anbringen und hüllt jede Faser in einer dreidimensionalen Schicht ein, anstatt nur auf der Oberfläche zu liegen.

Zahlreiche Anwendungen in Aussicht

Die Art der verwendeten Nanopartikel definiert die neue Funktionalität, mit der der jeweilige Stoff ausgestattet wird. Eisenoxidteilchen machen ihn beispielsweise magnetisch, Silberpartikel töten Bakterien ab. Dementsprechend unterschiedliche Möglichkeiten ergeben sich, mit fluoreszierenden Materialien wäre etwa die Herstellung von leuchtenden Blättern möglich.

"Das Papier ist immer noch bedruckbar", sagt Cingolani gegenüber Forbes. Er sieht anhand der bisherigen Versuche bereits einiges Verwendungspotenzial für die Erfindung. "Antibakterieller Zellstoff könnte wichtig im Bereich der Lebensmittelverpackung und für medizinische Anwendungen sein", so der IIT-Leiter. "Leuchtendes und magnetisches Papier könnte man nutzen, um die Fälschungssicherheit von Banknoten und Dokumenten zu verbessern. Wasserfestes Papier könnte zum Erhalt kulturell bedeutender Schriftstücke eingesetzt werden."

Georg Pichler | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.iit.it

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