Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Braunschweiger Universität zeigt Lösungsweg für selbstkühlende Getränkedose auf

18.10.2011
Institut für Thermodynamik hilft bei der Entwicklung der Kühleinheit und erforscht Gasdruck, Gas-Sorte und Gasmenge

Die Düsseldorfer Do-Tech GmbH, die im übernächsten Jahr eine selbstkühlende Getränkedose auf den Markt bringen möchte, wird dem Institut für Thermodynamik an der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig einen Entwicklungsauftrag für die Kühleinheit erteilen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf das am besten dafür geeignete Gas, die benötigte Gasmenge und die notwendigen Drücke gelegt.

Volker Schatten, einer der beiden Geschäftsführer des Unternehmens, begründet die Entscheidung für die Braunschweiger so: "Wir haben in den vergangenen Monaten mit zahlreichen Experten gesprochen, die uns auf mögliche Probleme hingewiesen haben, die bei der Konstruktion einer selbstkühlenden Getränkedose auftauchen können. Das hat uns zweierlei gezeigt: Zum einen gibt es technische Gründe dafür, dass eine solche Dose bislang noch nicht existiert. Zum anderen lassen sich diese technischen Hürden durch völlig neue Denkansätze überwinden. Das Institut für Thermodynamik hat unter Beweis gestellt, dass dort lösungsorientiert gedacht wird und konnte uns bereits einen gangbaren Lösungsweg aufzeigen. Deshalb sind wir sehr zuversichtlich, dass unser Projekt dort gut aufgehoben ist und schon bald eine marktfähige Lösung für ein lange Zeit scheinbar unlösbares Problem präsentiert werden kann."

Kernstück der selbstkühlenden Dose ist eine Kühleinheit, die mit flüssigem Gas gefüllt ist, das bei industriellen Prozessen ohnehin anfällt und nicht extra hergestellt werden muss. Sobald man die Dose öffnet, wechselt das Gas den Aggregatzustand und entweicht durch ein Ventil, wodurch ein physikalischer Kühleffekt ausgelöst wird: An der Spirale bilden sich Eiskristalle und innerhalb kurzer Zeit ist das Getränk gekühlt.

Interesse bei Investoren und der Getränkeindustrie wächst

"Inzwischen ist die Arbeit von Do-Tech sowohl in Investorenkreisen als auch bei Marktteilnehmern der Getränkeindustrie auf großes Interesse gestoßen", so Volker Schatten weiter, der dem bevorstehenden Börsengang optimistisch entgegen sieht, zumal eine Marktforschungsstudie gezeigt hat, dass 69 Prozent der Verbraucher und sogar 91 Prozent der unter 18-Jährigen ihre Kaufbereitschaft bekunden und auch bereit wären, für eine selbstkühlende Getränkedose bis zu 30 Cent mehr zu zahlen. Als bevorzugte Drinks wurden hierbei Mixgetränke, Cola, Wasser, Bier und Limonade genannt - also die typischen Erfrischungsgetränke, auch und gerade für unterwegs. Zudem erlebt die Dose in Deutschland derzeit eine Renaissance. Bereits im vergangenen Jahr wurden wieder mehr als eine Milliarde Getränkedosen abgefüllt und verkauft. Und alleine im ersten Halbjahr 2011 betrug das Wachstum 29,4 Prozent.

Do-Tech GmbH
Volker Schatten
- Geschäftsführer -
Münsterstr. 248
40470 Düsseldorf
Tel.: +49 (0)211-616 632 30
Fax: +49 (0)211-616 32 34
E-Mail: info@do-tech.com

Volker Schatten | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.do-tech.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Neu entwickelter Therapiesitz hilft beeinträchtigten Menschen
18.05.2017 | Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

nachricht Schnell schweben: Studierende konstruieren Transportkapsel
04.04.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Designte Proteine gegen Muskelschwund

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Benzin und Chemikalien aus Pflanzenresten

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hochleitfähige Folien ermöglichen großflächige OLED-Beleuchtung

29.06.2017 | Energie und Elektrotechnik