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Branch Tent: Zelten ohne Bodenkontakt

11.08.2011
Camper entgehen der Feuchtigkeit des Bodens

Jan Maciej Kochanski, Mitarbeiter und Student an der Warschauer Akademie der bildenden Künste http://asp.waw.pl , hat ein Zelt entwickelt, dass sich einfach an einem Baum befestigen lässt. Durch den fehlenden Kontakt zum Boden werden Probleme mit dessen Beschaffenheit oder Feuchtigkeit umgangen. Das Branch Tent soll innerhalb von einer Minute vollständig aufbaubar sein, schildert der Erfinder im Interview mit pressetext.


Branch Tent: Zelt nützt Baum um Bodenkontakt zu vermeiden (Foto: J. Kochanski)

Aufbau in einer Minute

Das in einer Höhe von circa 225 Zentimetern (dies entspricht normaler Handreichweite) anzubringende Zelt verlangt dabei seinem natürlichen Träger keine speziellen Eigenschaften ab. Der ausgewählte Baum muss lediglich das Gewicht der Behausung und deren Nutzer tragen können und sollte einigermaßen gerade wachsen. "Das flexible Schnursystem erlaubt die Korrekturen leichter Schrägen", so Kochanski. Der einzige Nachteil: Ohne Baum lässt sich das Zelt nicht aufstellen.

Der Aufbau des Zeltes gestaltet sich einfach und soll innerhalb von nur einer Minute zu bewerkstelligen sein. "Alle Teile der Konstruktion sind bereits mit dem Material verbunden. Daher ist es leicht, sie richtig zusammenzufügen", so der Designer. Auch stabil soll das fertige Bauwerk sein. "Da das Projekt noch in seiner frühen Phase ist, habe ich noch keine Berechnungen angestellt. Das Branch Tent sollte aber problemlos 150 Kilogramm aushalten."

Segelprinzip

Fertig errichtet bietet das Zelt Platz im Ausmaß von zwei Metern Länge und rund einem Meter Höhe für eine Person. Dabei hängt es etwa 50 Zentimeter über dem Boden, womit Feuchtigkeit und andere Probleme mit der Beschaffenheit umgangen werden. Während das Zelt laut Kochanski relativ schwer sein soll, erspart sich der Camper dafür den Transport einer Isolationsmatte.

Inspiration für die Entwicklung des Zeltbodens holte sich der Student beim Wassersport. "Ich habe einen starren Rahmen verwendet, auf dem verstärktes Material angebracht ist. Das Profil ähnelt dem Segel eines Surfbretts", erklärt Kochanski gegenüber pressetext.

Nun konzentriert er sich wieder auf andere Projekte, eine Weiterentwicklung des Zelts zur kommerziellen Reife ist vorerst nicht geplant, aber auch nicht ausgeschlossen. "Ich hatte viel Spaß bei der Erstellung des Prototyps. Der Prozess hat mir gezeigt, dass es nicht unmöglich ist, dieses Konzept zu einem realen Produkt zu machen."

Georg Pichler | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://cargocollective.com/jankochanski
http://asp.waw.pl

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