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Der aufpumpbare Skihelm und andere Designer-Ideen

25.10.2007
Kristina Pröhl fährt gern Snowboard. Natürlich mit Helm. Beim Kauf hat sie aber jedes Mal das gleiche Problem: Er paßt sich nur unzureichend der Kopfform an. Was lag näher, als dieses Problem bei der Abschlussarbeit ihres Designstudiums an der Hochschule Niederrhein entwicklungstechnisch anzugehen?

Das Resultat ist "marble", der aufpumpbare Skihelm. Zu sehen mit 17 anderen Novitäten der Diplomarbeiten des Herbstes 2007 bis kommenden Sonntag in der Shedhalle der Designer am Frankenring 20 in Krefeld. "Tragwerke" heißt die von Prof. Georg Wagner und Dozentin Sigrid Hänisch organisierte Ausstellung. Wohl auch, weil viele dabei in ihrem Gestaltungswillen zu höchsten Höhen getragen wurden.

Dass Kristina Pröhl nicht auf den Kopf gefallen ist, beweist zum Beispiel auch, dass der Helm eine wärmende Skimütze integriert. In ihr stecken kleine Kügelchen, die durch Pumpbacken am Helmriemen mit Luft gefüllt werden und so den Platz zwischen Helminnenseite und Schädeldecke füllen. Die 25jährige Krefelderin ist besonders stolz darauf, dass der aus Glasfaser bestehende Prototyp komplett in den Werkstätten des Fachbereichs gefertigt werden konnte.

Gute Formgestaltung und kommerzielle Verwertungsaspekte kombiniert auch "In Form" von Tobias Caratiola. Seine Fitnessgeräte für den öffentlichen Raum holen den aus dem Wald bekannten "Trimmpfad" in die Stadt. Wer zwischen den Einkäufen oder in der Arbeitspause mal kurz etwas für seinen Rücken oder die Bandscheibe tun will, hat dazu an fünf Geräten Gelegenheit, Anleitung inklusive.

Als "tragfähig" erweisen sich aber durchweg auch die weiteren "Meisterstücke" - so etwa der atmosphärische Reiseführer "Metropolis New York" von Sonja Thiemann, die an Graffiti orientierten Einrichtungsobjekte von Nico von Nordheim, die Kampagne "Mission in Action - beim Putzen" von Samara Hoffmann oder das "Hochwasserschutzsystem für Privateigentum" von Christoph Franken. Gezeigt werden kann nur knapp die Hälfte der 40 Diplome. Entweder wegen der Platzbeschränkung oder weil die Absolventen schon im Beruf sind. So etwa der komplette Textil-Design-Nachwuchs, was Georg Wagner mit einem lachenden und einem weinenden Auge sieht.

Rudolf Haupt | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-niederrhein.de/

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