Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

User Experience Design

18.06.2012
Fraunhofer IAO präsentiert neue Methode zur Gestaltung der User Experience
Eine zentrale Frage stellt sich wohl jedes Entwicklungsteam: Wie muss ein neues Produkt gestaltet werden, damit es das gewisse »Etwas« besitzt, um sich erfolgreich auf dem Markt durchzusetzen? Das Fraunhofer IAO entwickelte eine neue Methode zur gezielten Gestaltung der User Experience.

Eines der wichtigsten Merkmale herausragender Produkte und interaktiver Systeme ist unbestritten eine positive User Experience (UX). Während etablierte Ansätze des Usability Engineerings auf eine einfache Bedienbarkeit zielen, geht es bei User Experience um ein positives Nutzungserleben. Dabei werden alle Facetten des emotionalen Erlebens berücksichtigt – auch das »Zuvor« und »Danach« der Interaktion mit einem Produkt.
Während Usability klar definiert ist, gibt es für User Experience in der Praxis heute noch zu wenige validierte Messkriterien und Gestaltungshinweise. Mit dem Methodenansatz UXellence® schließt das Fraunhofer IAO diese Lücke.

UXellence® stellt die systematische Erfüllung grundlegender menschlicher Bedürfnisse, wie zum Beispiel nach Verbundenheit und Kompetenz in den Mittelpunkt der Gestaltung und Entwicklung attraktiver Produkte. So werden Produkte gezielt mit den Merkmalen ausgestattet, die bei Nutzern anhaltend positive Emotionen auslösen.
Die positiven Interaktionserlebnisse beeinflussen wiederum Einstellung und Verhaltensweisen der Nutzer. So motivieren beispielsweise Freude- und Kompetenzerlebnisse zur weiteren und intensiven Nutzung und erhöhen die Bindung an das Produkt und die Marke.

Die innovative UXellence® - Methode »UX Concept Testing« ermöglicht es, die für ein Produkt entscheidenden Bedürfnisse und Kontextfaktoren sehr früh und zuverlässig zu erheben. Mit ihr wird bereits anhand von Skizzen oder ersten Konzepten das Potenzial einer Produktidee für eine positive User Experience ermittelt. In einer Feldphase stellen sich die Teilnehmer die Nutzung des Produktkonzepts in konkreten Situationen ihres Alltags vor.
Diese Erlebnisse mit dem fiktiven Produkt werden dokumentiert und in einer abschließenden Interview-Sitzung analysiert. Dabei werden reale Nutzungsanlässe und Situationen sowie damit verbundene Bedürfnisse von Fraunhofer-Experten identifiziert. Ein wesentlicher Vorteil dieser offenen Vorgehensweise ist, dass zahlreiche Ansätze zu Weiterentwicklung des Konzepts gesammelt werden, die der anvisierten Zielgruppe wirklich etwas bedeuten. Darüber hinaus können im Vergleich zu späteren Evaluationen mit Prototypen falsche Entwicklungspfade und unnötige Kosten vermieden werden.

Das am Fraunhofer entwickelte UX Concept Testing basiert auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und hat sich bereits in Projekten mit Partnern aus der Wirtschaft bewährt. Es zeigt sich, dass das UX Concept Testing den Prozess der Produktfindung effektiv unterstützt, indem alternative Ansätze bezüglich ihrer Attraktivität bewertet und völlig neue erfolgsversprechende Produktideen generiert werden. Darüber hinaus können Fraunhofer Experten auf Basis der Evaluation konkrete Hinweise für eine optimale Ausgestaltung der empfohlenen Produktmerkmale geben.

Claudia Garád | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iao.fraunhofer.de/lang-de/geschaeftsfelder/informations-und-kommunikationstechnik/965

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Datenbrille erleichtert Gehörlosen die Arbeit in der Lagerlogistik
23.02.2018 | Technische Universität München

nachricht Verlässliche Quantencomputer entwickeln
22.02.2018 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

„Molekularer Schraubstock“ ermöglicht neue chemische Reaktionen

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Internationale Forschungskooperation will Altersbedingte Makuladegeneration überwinden

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Workshop zu flexiblen Solarzellen und LEDs auf der Energiemesse „New Energy“

23.02.2018 | Seminare Workshops

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics