Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unzureichende Unterstützung durch IT

09.09.2009
Der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsinformatik III (Prof. Dr. Michael Amberg) der Universität Erlangen-Nürnberg hat in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Detecon in einer umfassenden Studie die Unterstützung der Geschäftsziele durch IT in Unternehmen untersucht.

Dabei zeigte sich, dass derzeit noch ein erhebliches Verbesserungspotential bei der Ausrichtung der IT an den Anforderungen von Unternehmen besteht.

In vielen Unternehmen ermöglicht die IT heutzutage Markt- und Wachstumspotentiale. Dabei wird von ihr zunehmend gefordert, direkter zum geschäftlichen Erfolg des Unternehmens beizutragen. Um diese Anforderungen zu erfüllen und damit zugleich einen strategischen Wert für das Unternehmen zu erlangen, ist eine umfassende Ausrichtung des IT-Einsatzes an der Geschäftstätigkeit des Unternehmens erforderlich. Diese Ausrichtung wird typischerweise mit dem Begriff Business-IT-Alignment bezeichnet.

Im Rahmen dieser Studie wurden unter der Leitung von Prof. Amberg 160 Personen aus Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im deutschsprachigen Raum befragt. Die Mehrheit dieser Umfrageteilnehmer ist im IT-Bereich beschäftigt und nimmt leitende Positionen ein.

Die Ergebnisse der Untersuchung verdeutlichen, dass derzeit noch ein erhebliches Verbesserungspotential beim IT-Einsatz in Unternehmen besteht. So attestiert nur etwa ein Siebtel der Befragten der IT eine weitgehend optimale Unterstützung ihres Unternehmens bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen, wie dem hohen Preis- und Wettbewerbsdruck. Demnach erscheint ein verbessertes Business-IT-Alignment zwingend erforderlich, um im Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können.

Die IT-Organisationen der befragten Unternehmen sind derzeit jedoch besonders mit der Anforderung zur Steigerung der Effizienz und Effektivität konfrontiert, so dass die Verbesserung des Business-IT-Alignments oftmals nicht wie erforderlich durchgeführt werden kann. Problematisch erscheint dabei insbesondere, dass in den meisten der befragten Unternehmen keine Erfolgsmessung für das Business-IT-Alignment durchgeführt wird und nur die Hälfte der Umfrageteilnehmer eine Methode für die systematische Durchführung von Business-IT-Alignment verwendet.

Neben diesen Aspekten veranschaulichen die Studienergebnisse auch den Verbreitungsgrad von Business-IT-Alignment-Modellen, die aktuellen Anforderungen an diese Modelle sowie die entscheidenden Herausforderungen bei der Sicherstellung einer bestmöglichen Ausrichtung der IT an den Anforderungen von Unternehmen.

Die Studie ist im Internet unter http://www.detecon.com/de/publikationen einsehbar. Weitere Informationen unter http://www.wi3.uni-erlangen.de.

Die Universität Erlangen-Nürnberg, gegründet 1743, ist mit 26.000 Studierenden, 550 Professorinnen und Professoren sowie 2000 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte Universität in Nordbayern. Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen an den Schnittstellen von Naturwissenschaften, Technik und Medizin in engem Dialog mit Jura und Theologie sowie den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Seit Mai 2008 trägt die Universität das Siegel "familiengerechte Hochschule".

Weitere Informationen für die Medien:

Michael Lang
Tel.: 0911/5302-861
Michael.Lang@wiso.uni-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de
http://www.wi3.uni-erlangen.de
http://www.detecon.com/de/publikationen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Verbesserung des mobilen Internetzugangs der Zukunft
21.07.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

nachricht Affen aus dem Weltraum zählen? Neue Methoden helfen die Artenvielfalt zu erfassen
21.07.2017 | Forschungsverbund Berlin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Im Focus: Das Proton präzise gewogen

Wie schwer ist ein Proton? Auf dem Weg zur möglichst exakten Kenntnis dieser fundamentalen Konstanten ist jetzt Wissenschaftlern aus Deutschland und Japan ein wichtiger Schritt gelungen. Mit Präzisionsmessungen an einem einzelnen Proton konnten sie nicht nur die Genauigkeit um einen Faktor drei verbessern, sondern auch den bisherigen Wert korrigieren.

Die Masse eines einzelnen Protons noch genauer zu bestimmen – das machen die Physiker um Klaus Blaum und Sven Sturm vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

Technologietag der Fraunhofer-Allianz Big Data: Know-how für die Industrie 4.0

18.07.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - September 2017

17.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration

21.07.2017 | Förderungen Preise

1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext

20.07.2017 | Förderungen Preise

Von photonischen Nanoantennen zu besseren Spielekonsolen

20.07.2017 | Physik Astronomie