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Siemens bringt Smart-Grid-Lösung auf den Markt mit Funktionen für Power Quality, Energy Automation und Multimedia

21.10.2011
Für den Aufbau von intelligenten Stromversorgungsnetzen (Smart Grids) hat Siemens Infrastructure & Cities auf Basis seines AMIS-Systems eine Smart-Grid-Lösung entwickelt, die sowohl Smart Metering als auch die Automatisierung von Verteilnetzen abdeckt.

Zudem hat Siemens hier erstmals die Funktionen Energy Automation, Power Quality und Multimedia integriert. So ist die Power-Snapshot-Analyse die erste Smart-Grid-Applikation weltweit, die zeitsynchrone Netzinformationen über AMIS-Smart-Meter liefert. Power-Quality-Messwerte ergänzen diese Informationen, mit deren Hilfe sich Netzstabilität und Versorgungssicherheit erhöhen lassen. Verfügbar sind darüber hinaus offene Schnittstellen für Tablet-Computer oder Smart Phones, über die sich Verbrauchs- und Energiewerte grafisch darstellen lassen.

„Siemens ist eines der wenigen Unternehmen weltweit, das derart umfassende Lösungen aus einer Hand anbieten kann“, sagte Jan Mrosik, CEO der Division Smart Grid im Siemens-Sektor Infrastructure & Cities. Die Lösung setzt sich im Wesentlichen aus dem Siemens-Verbrauchsdatenerfassungs- und Verteilnetzautomatisierungs-System AMIS und dem Zählerdatenmanagementsystem Energy IP zusammen. Sie wurde als zukunftssichere Basis für Smart-Grid-Anwendungen entwickelt, um die zunehmende Einspeisung fluktuierender regenerativer Energiequellen im Stromversorgungsnetz beherrschen zu können. Dabei gehören das Fernauslesen von Energie- und Netzdaten sowie das Management von allen Zählern in einem Versorgungsgebiet zu den Kernaufgaben. Auch Gas- und Wasserzähler im Netzgebiet kommunizieren bidirektional über den intelligenten AMIS-Smart-Grid-Zähler. Im Zuge zahlreicher Projekte hat Siemens bisher mehr als 100.000 dieser intelligenten Zähler ausgeliefert.

Als erste Smart-Grid-Applikation weltweit liefert die Power-Snapshot-Analyse der Siemens-Lösung auf Basis der AMIS-Smart-Meter zeitsynchrone Netzinformationen aus der Niederspannungsebene. Die gewonnenen Daten stellen eine Grundlage für die Netzplanung dar und können zur Investitionsabschätzung beim Ausbau der Netzinfrastruktur genutzt werden. Power-Quality-Messwerte, die über Datenkonzentratoren des Smart-Grid-Systems eingekoppelt werden, ergänzen diesen Datenumfang zusätzlich. All diese Daten werden benötigt, um die Netzstabilität und damit auch die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Zum Funktionsumfang der Smart-Grid-Lösung gehört zudem die Einbindung von AMIS-Lastschaltgeräten in ein übergeordnetes Leitsystem. Dadurch ist es zum Beispiel möglich, bei Bedarf gezielt Verbrauchergruppen wie Wärmepumpen oder Elektroheizungen über das Netzleitsystem ohne Komforteinbußen für kurze Zeit vom Netz zu nehmen, um beispielsweise Stromverbrauchsspitzen ausgleichen zu können.

Über offene Schnittstellen des AMIS-Systems für Tablet-Computer oder Smart Phones bietet Siemens Multimedia-Funktionen an: Über Grafiken und Darstellungen von Äquivalenten der Energiewerte wie Euro-Beträge oder CO2-Emissionen ist es möglich, den Stromkunden über sein Verbrauchsverhalten zu informieren. Bei der Nutzung von Photovoltaikanlagen zum Beispiel erhält er Informationen über die Erzeugungsleistung seiner Anlage. Das angezeigte Einsparpotenzial durch das Darstellen von AMIS-Zählerdaten über die Zeitachse ist zum Beispiel hilfreich beim Erkennen hoher Standby-Leistungen. Das Einbeziehen von Energiedaten, die der AMIS-Zähler zur Verfügung stellt, ermöglicht außerdem neue Anwendungen der Hausautomatisierungstechnik. So können beispielsweise Funkschalter aus Hausautomatisierungssystemen in Abhängigkeit von Leistungsmesswerten selbsttätig geschaltet werden. Damit lässt sich bereits ein lokales Demand-Side-Management im Zusammenspiel mit intelligenten Energietarifen beim Stromkunden implementieren.

Energieeffiziente und umweltgerechte Lösungen zum Aufbau intelligenter Stromversorgungsnetze (Smart Grids) sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 28 Mrd. EUR erzielte. Das macht Siemens zum weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum 270 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Hongkong, London, New York, Tokio, Delhi und Singapur in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Der Siemens-Sektor Infrastructure & Cities (München) mit rund 87.000 Mitarbeitern bietet nachhaltige Technologien für urbane Ballungsräume und deren Infrastrukturen. Dazu gehören integrierte Mobilitätslösungen, Gebäude- und Sicherheitstechnik, Stromverteilung, Smart-Grid-Applikationen sowie Nieder- und Mittelspannungsprodukte. Der Sektor setzt sich aus den Divisionen Rail Systems, Mobility and Logistics, Low and Medium Voltage, Smart Grid, Building Technologies sowie der Osram AG zusammen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.siemens.com/infrastructure-cities

Die Siemens-Division Smart Grid (Nürnberg) bietet Produkte und Lösungen für eine intelligente und flexible Netzinfrastruktur. Um den wachsenden Strombedarf abzudecken, müssen die Netze von heute und morgen alle Arten der Energieerzeugung integrieren und einen bidirektionalen Energie- und Kommunikationsfluss gewährleisten. Intelligente Netze tragen dazu bei, Strom effizient und nach Bedarf zu erzeugen und zu nutzen. Sie elektrifizieren Schienenstrecken und versorgen Industrieunternehmen, Infrastruktureinrichtungen und ganze Städte mit Strom. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.siemens.de/smartgrid

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Dietrich Biester | Sektor Infrastructure & Cities
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