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"Intelligenter Tau" schlägt Eindringlings-Alarm

30.03.2009
Vielseitige Mikrosensoren bilden Sicherheitsnetz

Forscher an der Tel Aviv University haben mit "Smart Dew" ("intelligenter Tau") ein System entwickelt, das mit einem Netzwerk aus winzigen Sensoren Eindringlinge aufspürt.

Das System für Sicherheitsanwendungen verspricht dabei große Vielseitigkeit. Denn einzelne "Tropfen" können unterschiedliche Funktionen haben, etwa als Schall- oder Schwingungssensoren.

"Wir haben ein allgemeines System ohne Skalierungseinschränkung geschaffen", betont außerdem Projektleiter Yoram Shapira, Mikroelektronikprofessor an der Tel Aviv University. Damit soll Smart Dew auch für großflächige Anwendungen bis hin zu Staatsgrenzen geeignet sein.

Jedes Element des per Funktechnologie verknüpften Netzwerks ist kleiner als ein Fingernagel, kann aber Eindringlinge auf Entfernungen von fünf bis 50 Meter erfassen. Jeder Tropfen reagiert dabei auf einen Parameter aus einer breiten Palette. Optische Sensoren sind ebenso möglich wie solche, die auf Schwingungen reagieren, CO-Emissionen messen oder magnetisch Metall detektieren.

In einer Basisstation werden die Messdaten ausgewertet, um bei Bedarf Alarm zu schlagen. Dabei ist das drahtlose Sicherheitsnetz, das aus tausenden Sensoren bestehen kann, in der Lage, Eindringlinge praktisch augenblicklich zu identifizieren - ob es nun Mensch, Maschine oder ein vorbei fliegender Vogel ist, heißt es seitens der Universität. Die Stromversorgung der einzelnen Tropfen erfolgt über Mikrobatterien, die laut Shapira aufgrund des energiesparenden Betriebs des Systems für mehrere Monate reichen.

Das Netz aus winzigen Sensoren könnte bei sicherheitskritischen Einrichtungen, Flughäfen oder Gefängnissen zum Einsatz kommen. Auch für große Farmen oder sogar Staatsgrenzen wäre es geeignet. "Die meisten Leute könnten sich nie genug Personal leisten, um wirklich große Grundstücke zu überwachen", meint Shapira. "Smart Dew ist für Eindringlinge unsichtbar und schlägt Alarm, wenn jemand das Gelände betritt", so der Mikroelektroniker. Für das System spricht seiner Ansicht nach nicht zuletzt der Preis von gerade einmal 25 Cent pro Sensor-Tropfen. Damit ist Smart Dew laut Shapira die intelligenteste und billigste Lösung auf dem Markt.

Thomas Pichler | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.tau.ac.il/index-eng.html

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