Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Profis für PROFIBUS: FZI ist jetzt Kompetenzzentrum für die Kommunikationstechnologie PROFIBUS

15.11.2012
Funktionsfähigkeit des integrierten PROFIBUS-Demo-Netzwerkes mit mehr als 20 Geräten und Komponenten verschiedener Hersteller sowie Sachkompetenz von FZI-Mitarbeitern wurden von einem unabhängigen Experten begutachtet und bescheinigt / Anlage zur Erprobung und Evaluierung von PROFIBUS-DP und PROFIBUS-PA Anwendungen im FZI Living Lab smartAutomation steht auch Partnern zur Verfügung / Aktuelle FZI-Forschungsziele sind neue Technologien für Vernetzung, Diagnose und Daten-, Angriff- und Betriebssicherheit im Bereich PROFIBUS-basierter Datenkommunikation / Zudem werden neue Hardware -/ Software-Architekturen und Services für die Automatisierungstechnik entwickelt / Weltweit gibt es 43 Zentren

Das FZI Forschungszentrum Informatik ist jetzt akkreditiertes Kompetenzzentrum für die standardisierte Kommunikationstechnologie PROFIBUS (Process Field Bus). Diese Feldbustechnologie zur seriellen Datenübertragung wird in den Varianten PROFIBUS-DP (Dezentrale Peripherie) und PROFIBUS-PA (Prozess-Automation) in der Industrie zur Automatisierung von Steuerungs- und Produktionsprozessen verwendet.

Einsatzgebiete sind die Vernetzung verteilter Sensoren und Aktuatoren zum Steuern und Regeln großer Produktionsanlagen, z.B. Fertigungsstraßen in der Automobilindustrie, oder Raffinerien und Kraftwerke. Durch normierte Hardware- und Software-Schnittstellen erfüllt PROFIBUS hohe Ansprüche in Bezug auf Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Sicherheit.

Für die Akkreditierung des FZI als PROFIBUS-Kompetenzzentrum begutachtete der PROFIBUS-Experte Steffen Ochsenreither von Endress+Hauser, einem der international führenden Mess- und Verfahrenstechnikanbieter, die PROFIBUS-Demo-Anlage im FZI Living Lab smartAutomation, die derzeit mit über 20 Geräten verschiedener Hersteller bestückt ist. Gleichzeitig überprüfte der Experte die PROFIBUS-Sachkompetenz der zuständigen FZI-Mitarbeiter, die alle PROFIBUS-PA Certified Engineers sind.

Professor Dr.-Ing. Michael Hübner, Direktor am FZI, der die Verantwortung für das Forschungs- und Entwicklungsfeld Automatisierungstechnik trägt, unterstreicht die besonderen Chancen, die sich für den Technologietransfer ergeben, mit den Worten: „Durch die Akkreditierung als PROFIBUS-Kompetenzzentrum können wir am FZI Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in engem Kontakt mit Herstellern von PROFIBUS-Geräten durchführen und sowohl die Produzenten, als auch die Industrie-Partner auf Anwenderseite mit unserer Fachkompetenz bei der Einführung oder Umstellung auf die PROFIBUS-Technologie unterstützen“.

Dr.-Ing. Martin Hillenbrand, Leiter des FZI Living Lab smartAutomation, ergänzt: „Mit dem FZI Living Lab smartAutomation steht am FZI seit der Eröffnung des House of Living Labs eine realistische Industrieautomatisierungsumgebung zur Verfügung. Dort können Technologien, Geräte und Systeme im Umfeld von PROFIBUS-DP und PROFIBUS-PA- entwickelt, erprobt und evaluiert werden.“

Aktuelle Forschungsziele des FZI sind neue Technologien für Vernetzung und Diagnose sowie für Daten-, Angriff- und Betriebssicherheit (Safety und Security) im Bereich PROFIBUS-basierter Datenkommunikation. Zudem wollen die FZI-Wissenschaftler neue Hardware -/ Software-Architekturen und innovative Services für die Automatisierungstechnik entwickeln.

Hintergrund PROFIBUS:
Rund 300 Hersteller und Anwender der standardisierten Kommunikationstechnologien PROFIBUS und PROFINET haben sich zur PROFIBUS Nutzerorganisation PNO zusammengefunden, um gemeinsam die technische Weiterentwicklung sowie die internationale Etablierung voranzubringen. Weltweit gibt es 43 Kompetenzzentren in 23 Ländern und 10 PROFIBUS-Testlabore; 13 Zentren und 5 Labore liegen in Deutschland.

Über PROFIBUS werden Prozessinformationen an verteilt auf einer Industrieanlage installierte Geräte, Maschinen und Anlagen übertragen sowie Sensorinformationen aus dem Betriebsablauf an Steuerungen zurückgeliefert. Dort reagieren Software-/Hardware-Systeme mit den entsprechenden Befehlen. Hervorgegangen aus einem 1989 mit Förderung des Bundesforschungsministeriums (BMBF) begonnenen Forschungsprojekt hat PROFIBUS sich in der Industrie breit durchgesetzt, weil durch die serielle Vernetzungstopologie im Vergleich zu älteren Technologien weniger Leitungen verlegt werden müssen, was eine Verringerung der Installations- und Instandhaltungsaufwände mit sich bringt. Die Bitübertragungsschicht (Physical Layer) von PROFIBUS basiert auf einer zweiadrigen Leitung, mit welcher die Feldgeräte verbunden werden. Einen weiteren großen Vorteil bietet PROFIBUS, wenn es darum geht, Störung aufzudecken und schnell die richtige Diagnose zu stellen. PROFIBUS-fähige Geräte können ihren Status selbstständig an die Steuerungseinheiten melden.

Weitere Informationen:
FZI Forschungszentrum Informatik
Haid-und-Neu-Str. 10-14, 76131 Karlsruhe
Ansprechpartnerin: Johanna Barsch, FZI Corporate Communications and Media
Telefon: +49 721 9654-904
E-Mail: barsch@fzi.de
Über das FZI Forschungszentrum Informatik
Das FZI ist eine Einrichtung des Landes Baden-Württemberg und der ehemaligen Universität Karlsruhe (TH), jetzt Karlsruher Institut für Technologie (KIT), in der Rechtsform einer gemeinnützigen Stiftung bürgerlichen Rechts. Es hat die Aufgabe, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie aus Informatik, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verfügbar zu machen. In Kooperationsprojekten und in direktem Auftrag entwickelt das FZI für seine Partner Konzepte für betriebliche Organisationsaufgaben sowie Software- und Systemlösungen und setzt diese in innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse um. Wissenschaftliche Exzellenz und Interdisziplinarität sind in der Organisation verankert: Für den Technologietransfer engagieren sich zur Zeit am FZI 19 Professoren des KIT, darunter eine Professorin und ein Professor, der in Tübingen lehrt. Sie erforschen in verschiedenen Disziplinen Informatik und ihre Anwendungen. Das FZI ist Innovationspartner des KIT, das aus dem Zusammenschluss der Universität Karlsruhe (TH) mit dem Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) entstanden ist.

Im FZI House of Living Labs ermöglicht das FZI Wissenschaftlern und Partnern aus der Wirtschaft und Gesellschaft, sich über Anwendungsbereiche hinweg auszutauschen und integrative Lösungen der Informations- und Kommunikationstechnologie interdisziplinär zu entwickeln.

Johanna Barsch | idw
Weitere Informationen:
http://www.fzi.de
http://www.profibus.com/community/regional-pi-associations/germany/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Brain-Computer-Interface: Wenn der Computer uns intuitiv versteht
18.01.2017 | Technische Universität Berlin

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise