Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

OFFIS-Forschungskooperation stärkt Niedersachsens Smart Grid-Kompetenz

11.06.2012
Das schottische European Green Energy Centre (SEGEC) und das in Oldenburg ansässigen OFFIS - Institut für Informatik unterzeichneten heute Nachmittag eine Kooperationsvereinbarung zur Stärkung der Forschung und Entwicklung im Bereich Smart Grids.
Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen einer Delegationsreise des Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister in Schottland, in deren Mittelpunkt Gespräche zu energie- und europapolitischen Fragen stehen.

Die Zusammenarbeit der beiden Institute soll Infrastrukturprojekte in Europa vorantreiben, die nicht nur einen ökonomischen Mehrwert bringen sondern gleichzeitig der CO2-Vermeidung dienen. Eines der wichtigsten Anwendungsfelder ist dabei das „Smart Grid“, also das Zusammenwachsen der Infrastrukturen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und des Energiesektors, um die technische Integration der Erneuerbaren Energien und deren Integration in den Markt zu ermöglichen. Die neuen Kooperationspartner möchten Konsortien zur Einreichung von Projektanträgen bilden und den Austausch von Personal und Informationen unterstützen. Ebenfalls sind Workshops angedacht, die den Aufbau von Konsortien zwischen Partnern aus Schottland und Niedersachsen erleichtern werden.

"Die Umstrukturierung der Energieversorgung hin zu erneuerbaren, jedoch fluktuierenden Quellen wie Wind und Sonne ist eine grundsätzliche Herausforderung, die nicht vollständig durch lediglich nationale Anstrengungen gemeistert werden kann. Vielmehr bedarf es gemeinsamer Anstrengungen auf europäischer Ebene. SEGEC und OFFIS haben sich ergänzenden Fähigkeiten und Know-how in diesem Bereich. Diese Vereinbarung bildet die Grundlage für eine Zusammenarbeit zum gegenseitigen Wohle beider Organisationen sowie für die Stärkung Niedersachsens führender Position als Bundesland der CO2-armen Energieversorgung." so Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Nebel, OFFIS-Vorstandsvorsitzender.

Duncan Botting, Executive Chair von SEGEC ergänzte: "SEGEC konzentriert einen großen Teil seiner Arbeit auf Smart Grids und CO2-arme Energie, so dass diese Zusammenarbeit eine ausgezeichnete Möglichkeit für die beiden Institute bietet, Ihre Schnittstellen, Kompetenzen und Gelegenheiten zur Projektentwicklung zu optimieren. Es stärkt auch Schottlands Position als Marktführer in der Entwicklung von CO2-armer Energie und der notwendigen Rahmenbedingungen und Netzwerke, um langfristige Versorgungssicherheit zu gewährleisten, saubere und effiziente Energie-Erzeugung zu unterstützen und den europäischen Energiemarkt zu entwickeln."

Ansprechpartner für Rückfragen der Redaktion:
Ann-Kathrin Sobeck
Marketing und Kommunikation
Telefon: 0441 9722-107
E-Mail: ann-kathrin.sobeck@offis.de


Über SEGEC

SEGEC wurde in Hinblick auf die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Chancen der kohlenstoffarmen Energiewirtschaft etabliert. Seine Aufgabe ist es, Schottland zu helfen, sein bedeutendes Potenzial in diesem Sektor durch die Förderung stärkeren Engagements auf europäischer und internationaler Ebene zu nutzen.

Ziel ist es, ein Katalysator für die Entwicklung Schottlands kohlenstoffarmer Energie-Projekte durch die Identifizierung von Know-how, die Erleichterung von Zusammenarbeit und die Beschleunigung des Einsatzes zu sein. SEGEC fördert die kommerzielle Anwendung von Forschungsergebnissen; den Aufbau von Kapazitäten für die Zusammenarbeit der Communities im geschäftlichen, akademischen und öffentlichen Umfeld; und der Ermittlung und Verbreitung bewährter Praktiken.

Die Arbeit des Instituts trägt unmittelbar zur schottischen sowie der EU-Energiepolitik in Bezug auf die Gewährleistung langfristiger Versorgungssicherheit, die Erhöhung der Menge an Energie aus erneuerbaren Quellen, die Unterstützung sauberer und effizienter Energiegewinnung und die Entwicklung des europäischen Energiemarktes bei.

Über OFFIS:

OFFIS ist ein dynamisches Informatikinstitut mit internationaler Ausrichtung. In derzeit ca. 60 laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten leistet OFFIS mit seinen rund 290 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Forschungs- und prototypische Entwicklungsarbeit auf höchstem internationalem Niveau in den Bereichen Energie, Gesundheit und Verkehr. Dabei kooperiert OFFIS mit weltweit über 400 Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Ann-Kathrin Sobeck | idw
Weitere Informationen:
http://www.offis.de/
http://www.segec.org.uk/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement
21.08.2017 | ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

nachricht Computer mit Köpfchen
18.08.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

22.08.2017 | Physik Astronomie

Forscher beschreiben neuartigen Antikörper als möglichen Wirkstoff gegen Alzheimer

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Virus mit Eierschale

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie