Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Standards für die Funktechnologien der Industrie 4.0

04.08.2015

Wissenschaftler des Technologiezentrums Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen sind Partner der Begleitforschung für das BMBF-Programm „Zuverlässige drahtlose Kommunikation in der Industrie“.

In der Fabrik der Zukunft werden Maschinen intensiv miteinander kommunizieren. Weil diese Kommunikation oft zwischen Tausenden von einzelnen Sensoren, Aktoren und Steuerungseinheiten in einer sich dynamisch verändernden Produktionsumgebung und mit zum Teil beweglichen Maschinen wie Roboter stattfinden wird, sind drahtlose Kommunikationstechnologien ein absolutes Muss.

Allerdings existieren derzeit keine Funktechnologien, welche die harten Anforderungen im Industrieeinsatz bezüglich Reaktionsgeschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Flexibilität erfüllen. Den Weg zu den Fabriken der „Industrie 4.0“ soll jetzt das bundesweite Programm „Zuverlässige drahtlose Kommunikation in der Industrie“ ebnen, das sich in mehreren Verbundprojekten mit der Erforschung und Umsetzung von industriellen Kommunikationslösungen befasst.

Das Technologiezentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen leistet gemeinsam mit weiteren Partnern die zugehörige Begleitforschung: Sie soll die Partner der einzelnen Verbundvorhaben auf technologischer Ebene zusammenbringen, um mittels einer im Vorfeld der Marktentwicklung abgestimmten Vorgehensweise die Standardisierung der notwendigen Funktechnologien aus Deutschland heraus zu bestimmen.

Ziel: Standardisierte Lösungen

Der offizielle Startschuss für das Programm „Zuverlässige drahtlose Kommunikation in der Industrie“ war am 28. und 29. Juni 2015 bei einer Auftaktveranstaltung in Bad Pyrmont. Dort stellten sich zunächst die acht technischen Verbundprojekte vor, die sich sowohl mit den Funktechnologien als auch deren Integration zu einem industriellen Funksystem befassen. Das TZI ist dabei durch Professor Armin Dekorsy zusätzlich als Projektleiter mit dem Projekt „HiFlecs“ an der Entwicklung eines neuartigen Funksystems für die Fertigungsautomation beteiligt.

Als Maßnahme der „Begleitforschung Zuverlässige drahtlose Kommunikation in der Industrie“ (BZKI), wurden im Rahmen der Auftaktveranstaltung mehrere Fachgruppen gebildet, die sich mit übergeordneten strategischen Fragestellungen zur drahtlosen Kommunikation in der Industrie beschäftigen. Mitglieder aller technischen Projekte arbeiten darin gemeinsam an Themen wie der Funkschnittstelle, der Architektur und Koexistenz von Funksystemen oder der Gewährleistung der Sicherheit.

In diesem Prozess sollen Anforderungen aus den Anwendungsfeldern harmonisiert und eine abgestimmte Standardisierungsstrategie vorbereitet werden. Die Zusammenarbeit der wissenschaftlichen Einrichtungen mit Unternehmen und Verbänden soll sicherstellen, dass die Bedürfnisse der deutschen Unternehmen bei der Festlegung von Standards berücksichtigt werden. Darüber hinaus soll im Rahmen der Begleitforschung die Abstimmung von Schnittstellen der verschiedenen entwickelten Lösungen erfolgen, um dafür zu sorgen, dass sie auch im Zusammenspiel funktionieren.

Verwertung unter dem Label „Industrial Radio.DE“

Das komplementär aufgestellte Konsortium der Begleitforschung setzt sich neben dem TZI, das im Wesentlichen die Aspekte des „Radio Air Interface“ betrachtet, zusammen aus dem Institut für Automation und Kommunikation (ifak), TU Dresden und der TU Kaiserslautern sowie der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE), die die Projektleitung innehat. So können nicht nur alle fachlichen Aspekte des Forschungsprogramms adressiert werden, sondern vor allem auch die hervorragende Vernetzung in die verschiedenen Fachgremien aktiv genutzt werden, um die Verwertung des Labels Industrial Radio möglichst erfolgreich zu unterstützen.

Die Forschungsvorhaben und ihre Ergebnisse werden auf der Website www.industrialradio.de  präsentiert.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Technologiezentrum Informatik und Informationstechnik (TZI)
Prof. Dr.-Ing. Armin Dekorsy
Tel. 0421 218-62400
E-Mail: dekorsy@ant.uni-bremen.de

Frank Bittner
Tel. 0421 218-62375
E-Mail: bittner@tzi.de

Eberhard Scholz | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-bremen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht Klick-Tagebuch: App-Projekt der HdM erlaubt neuen Ansatz in Entwicklungsforschung
11.01.2017 | Hochschule der Medien Stuttgart

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau