Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Meilenstein für Forschung: Rakete bringt erste Galileo-Satelliten ins All

19.10.2011
Die ersten zwei Satelliten für das Satellitennavigationssystem Galileo werden morgen in Position gebracht. Auch für das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS ein wichtiges Ereignis. Das IIS ist als Forschungspartner im Bereich neuer und innovativer Lokalisierungsund Navigationstechnologien an diesem EU-Projekt beteiligt.

Am Donnerstag, 20. Oktober, um 12:34 Uhr ist es soweit: Die ersten beiden Satelliten für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo starten in den Weltraum und nehmen dort ihre Arbeit auf. Mitte kommenden Jahres sollen zwei weitere Galileo-Satelliten hinzukommen, bis 2015 sollen 18 Satelliten im All sein und eine unabhängige Positionsbestimmung weltweit garantieren. Empfängt ein Endgerät auf der Erde die Signale eines Satelliten, so wird die Entfernung zwischen diesem und Satellit berechnet und daraus die exakte Position bestimmt.

»Mit dem Satellitenstart können wir jetzt reale Signale für unsere Tests verwenden und die Entwicklung von Empfängern voranbringen«, erklärt Dr. Günter Rohmer vom Fraunhofer IIS und betont: »Dies ist nun ein Signal für die Industrie, dass es jetzt mit konkreten Produktentwicklungen losgehen kann.«

Wissenschaftler des Fraunhofer IIS befassen sich bereits seit 2001 mit dem Thema Galileo. Am Standort Nürnberg ist das Institut im Bereich anwendungsorientierter Forschung zu Lokalisierungs- und Navigationstechnologien aktiv und setzt ganz auf die Kombination unterschiedlicher Ortungslösungen, wie z. B. GPS, Galileo, EGNOS oder WLAN. Dadurch wird permanent eine genaue und zuverlässige Positionsbestimmung ermöglicht, auch an Orten, an denen herkömmliche Ortungstechnologien versagen.

Auf Basis dieser Technologiekombinationen entwickelt das Fraunhofer IIS im GALILEOLAB Nürnberg Empfänger und erarbeitet sowohl Hardware- als auch Softwarelösungen für verschiedenste Anwendungen des Satellitennavigationssystems. So forschen die Wissenschaftler an präziser Navigation z. B. zur zentimetergenauen Steuerung von Asphaltmaschinen oder für Fahrerassistenzsysteme. Mit Hilfe von Ortungstechnologien entwickeln die Wissenschaftler u. a. einen Empfänger, der den Fahrer durch spurgenaue Navigation beim Ein- und Ausfädeln an Autobahnknotenpunkten unterstützt. Mit dem Fraunhofer GALILEOLAB Nürnberg stellt das IIS einen der wesentlichen europäischen Entwicklungsstandorte für Galileo-Empfängertechnologien dar.

Verfolgen Sie den Start der Galileo-Satelliten live im Internetstream unter: www.livestream.com/eurospaceagency

Das 1985 gegründete Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS mit dem Hauptsitz in Erlangen und weiteren Standorten in Nürnberg, Fürth, Würzburg, Ilmenau und Dresden ist heute das größte Fraunhofer-Institut in der Fraunhofer-Gesellschaft. Mit der maßgeblichen Beteiligung an der Entwicklung der Audiocodierverfahren mp3 und MPEG AAC ist das Fraunhofer IIS weltweit bekannt geworden. In enger Kooperation mit den Auftraggebern aus der Industrie forschen und entwickeln die Wissenschaftler auf folgenden Gebieten: Digitaler Rundfunk, Audio- und Multimediatechnik, digitale Kinotechnik, Entwurfsautomatisierung, integrierte Schaltungen und Sensorsysteme, drahtgebundene, drahtlose und optische Netzwerke, Lokalisierung und Navigation, Hochgeschwindigkeitskameras, Ultrafeinfokus-Röntgentechnologie, Bildverarbeitung und Medizintechnik sowie Supply Chain Services. Mehr als 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in der Vertragsforschung für die Industrie, für Dienstleistungsunternehmen und öffentliche Einrichtungen. Das Budget von über 94 Millionen Euro wird bis auf eine Grundfinanzierung in Höhe von weniger als 25 Prozent aus der Auftragsforschung finanziert.

Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS
Am Wolfsmantel 33
91058 Erlangen
Institutsleitung
Prof. Dr.-Ing. Albert Heuberger
Ansprechpartner
Franziska Klier
Telefon +49 911 58061-6476
franziska.klier@iis.fraunhofer.de
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Marc Briele (Leiter)
Telefon +49 9131 776-1630
Eva Beuchel
Telefon +49 9131 776-1644
presse@iis.fraunhofer.de

Marc Briele | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iis.fraunhofer.de
http://www.livestream.com/eurospaceagency

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Brain-Computer-Interface: Wenn der Computer uns intuitiv versteht
18.01.2017 | Technische Universität Berlin

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise